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Katsav und sein Richter Ein außergewöhnliches Urteil

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Mosche Katsav

(Foto: REUTERS)

Man kann lange suchen, ehe man weitere Fälle findet, in denen ein Staatsoberhaupt wegen Vergewaltigung und Sexualverbrechen erst aus dem Amt getrieben und dann auch noch von einem Gericht verurteilt wird. Im Fall von Mosche Katsav ist nicht die Schwäche des Fleisches das Besondere, sondern der Mut und die Fähigkeit der israelischen Staatsanwaltschaft, das eigene Staatsoberhaupt vor Gericht zu zerren.

In der arabischen Welt hat das Urteil gegen Katsav ganz besonderes Erstaunen ausgelöst. Die übliche Darstellung Israels als ein rassistischer Staat, in dem Menschenrechte mit den Füßen getreten werden, müssen die arabischen Medien wohl gründlich revidieren.

Für die arabischen Berichterstatter ist ein von israelischen und internationalen Medien überhaupt nicht beachteter Nebenaspekt kaum nachvollziehbar: Der Richter, der das Urteil über das ehemalige Staatsoberhaupt des jüdischen Staates ausgesprochen hat, heißt George Karra. Er ist ein christlicher Araber aus Jaffo, 1952 geboren und seit dem Jahr 2000 Bezirksrichter. "Karra ist ein sehr harter Richter, der sich im Gegensatz zu vielen anderen überhaupt nicht von den Zeitungen beeinflussen lässt. Karra gilt als völlig unbestechlich", sagte Oren Gazal-Ayal, ein Rechtsexperte der Universität Haifa.

Quelle: n-tv.de

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