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Alte Schätze zu Geld machen Ausmisten per App

Es gehört zu den nervigsten Sachen überhaupt: der Keller steht voll mit Sachen, die man eigentlich nicht mehr braucht. Aber zum Wegwerfen sind sie auch zu schade. Aber warum nicht die alten Schätze zu Geld machen? Mit den richtigen Apps könnten da einige Euro drin sein...

Raus mit dem Gerümpel und lang gehüteten Schätzen – jetzt wird aussortiert. Lampen, Bilderrahmen, Klamotten, Bücher und Geschirr – nach diversen Umzügen möchte Werbetexter Jochen Fleuchaus einfach mal wieder Ordnung in seinem Keller haben. Und nebenbei den Ramsch auch noch zu Geld machen: “Man sagt ja immer, was man 3 Jahre nicht angehabt hat, das braucht man nicht mehr. Man kann den Keller besser nutzen und das ist ja auch bares Geld, was hier liegt!“

Ganz genau. Aber Flohmarkt war gestern, heute geht Ausmisten mit mobilen Trödler-Apps. Wem Auktionen bei Ebay, Amazon und Co. allerdings zu lästig sind, der könnte es mal mit sogenannten Re-Commerce-Portalen versuchen wie Momox zum Beispiel. Momox kauft gebrauchte Waren zum Festpreis an und verkauft sie dann selber teurer weiter. Das geht bspw. mit CDs, DVDs und Spielen und Büchern. Einfach einscannen, dann schlägt Momox einen Preis vor.

Kleinvieh macht auch Mist

Reich wird man damit aber nicht: Denn nur ein paar Cent werden pro Exemplar geboten. Vorteil: Mühsames Handeln wie auf dem Flohmarkt oder bei einer Versteigerung fällt hier weg. Das gefällt auch App-Tester Jochen Fleuchaus: “Die App ist perfekt, wenn man seine Bücher zu 100% verkaufen will und sagt, Hauptsache weg. Ich lese die eh nicht mehr. Die Bücher, die ich verkaufen kann, pack ich in Kisten, bring‘s zur Post und das Porto zahlt der Empfänger, nämlich Momox, das kostet mich gar nix. Am Ende sind die Bücher weg und das Regal ist leer!“

Ähnlich wie Momox funktioniert auch die App von Rebuy. Eine App mit Licht und Schatten, meint Tester Jochen Fleuchaus: “Da ist mir aufgefallen: Ich bekomme pro Buch deutlich mehr Geld. Aber sie kaufen längst nicht jedes Buch. Und die anderen Bücher, was mach ich dann damit? Die schmeiß ich dann doch weg.“

Auf der Suche nach dem besten Kauf-Angebot könnte diese App helfen: Wer zahlt mehr. Eine Vergleichsplattform, die in null komma nix den Höchstbietenden ermittelt. Unser Tester ist jedenfalls begeistert: “Das Tolle an der App ist, wo kriege ich das meiste Geld. Wer sich unsicher ist, wo er’s reinsetzt – einfach bei Wer zahlt mehr reinschauen. Da seh ich , die zahlen mir 6 Euro für die CD und die nur 20 Cent, und da wäre ich ja blöd, wenn ich sie für 20 Cent abgeben würden. Eine super, super App!“

Ein Tipp beim Ausmisten: Bloß kein Trennungsschmerz. Das gilt auch für Kleidung. Je aktueller die Klamotten sind, desto mehr wird natürlich dafür geboten.

Auch Tauschen möglich

Wenn die Sachen aber doch schon ein paar Jahre im Schrank hängen, dann könnte man es auch einfach mal mit Tauschen versuchen, zum Beispiel mit der App Kleiderkreisel. Unser App-Tester probiert es gleich einmal aus: “Wenn man so durchguckt, was andere Leute haben, tauschen und verkaufen vom Designeranzug bis Portemonnaie – da kann man virtuell einkaufen und vielleicht sogar ein schönes Schnäppchen machen.“

Noch schnell ein Foto machen und einstellen. Wer nicht tauschen, sondern doch auch hier lieber verkaufen möchte, kann noch einen Wert dazu schreiben - und fertig! Das Urteil des Testers fällt daher positiv aus: “Wer seine guten Stücke jahrelang aufhebt und dann doch noch loswerden will – für den ist das eine gute App!“

Manche Klamotten aber taugen nicht mal mehr zum Tauschen oder Verkaufen. Doch wohin damit? Die App Altkleider zeigt’s.

Flohmarktbesuch per Smartphone

Und nicht nur das, auch Gläser, Töpfe, Porzellan - einen ganzen Hausstand könnte man bestücken: Los wird man solche Dinge zum Beispiel auf Stuffle - der mobilen Flohmarkt-App. Die App ist schnell und kostenlos und man kann seine Angebote via Facebook und Twitter teilen. Liebevoll gemacht wie der Second-Hand-Shop um die Ecke ist auch die App Shpock. Genau wie Stuffle zeigt Shpock vor allem Angebote in unmittelbarer Nähe an. Allerdings mit Festpreis, für unseren App-Tester Jochen Fleuchaus liegt darin der Vorteil: “Wenn man das vergleicht mit Auktionshäusern. Dann ist das natürlich einfacher – mit Fixpreis und entweder wird’s gekauft oder nicht.“

Doch manche Überbleibseln aus vergangenen Zeiten lassen sich per App nicht loswerden. Da beleibt nur der Flohmarkt. Und welches der passende Trödel ist, zeigt dies App Flohmarkt-Termine.

Und was macht man zum Beispiel mit alten Handys? Bei Ebay und Amazon einstellen wäre eine Möglichkeit – das ist mühsam, bringt aber am meisten Geld. Auktionsmuffel können ihre noch relativ neuen Geräte auch zu Saturn bringen. Dort gibt es jetzt den Service Flip4new. Die nicht mehr ganz nagelneuen Geräte und Medien werden gegen Einkaufsgutscheine eingetauscht. Zum entrümpeln eignet sich der Service allerdings nicht, weiß Marc Gerhards vom Elektronikmarkt Saturn in Köln: “Flip4new ist nicht der Service, um den Keller zu entrümpeln. Viele Kunden nutzen das, um Geräte aus der Vorgängergeneration einzutauschen und sich dann die aktuelle Technik zu besorgen.“

Entrümpeln 2.0 – unser App-Tester ist begeistert: “So, der Keller ist entrümpelt, die Kisten sind gepackt, jetzt hol ich mir mein Geld!“

Anstrengend war’s, aber auch sehr befreiend. Und am Ende freut er sich über sein Geld für die längst vergessenen Kellerschätze.

Quelle: n-tv.de