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Berlin & BrandenburgBEW will in nächsten Jahren 3,5 Milliarden Euro investieren

26.05.2026, 12:21 Uhr
Die-Berliner-Fernwaerme-soll-bis-2045-klimaneutral-werden

Die Fernwärme in Berlin soll bis 2045 klimaneutral werden und ab 2030 auf Kohle verzichten. Dafür sind Investitionen in Milliardenhöhe nötig. Das zuständige Unternehmen sieht sich gut aufgestellt.

Berlin (dpa/bb) - Die landeseigene Berliner Energie und Wärme GmbH (BEW) hält am Kohleausstieg bis 2030 fest. Bis dahin sind Investitionen von rund 3,5 Milliarden Euro geplant, wie die BEW bei ihrer Bilanzvorlage mitteilte. Allein 2025 hat das Unternehmen rund 420 Millionen Euro investiert - nicht nur, aber insbesondere in Maßnahmen auf dem Weg zur Klimaneutralität.

"Die Wärmewende ist nicht nur ökologisch notwendig, sondern auch wirtschaftlich tragfähig", sagte Wirtschaftssenatorin und BEW-Aufsichtsratsvorsitzende Franziska Giffey. "Wir machen die Hauptstadt Schritt für Schritt unabhängig von fossilen Energien."

Berlin hatte das mehr als 2.000 Kilometer lange Fernwärmenetz im Frühjahr 2024 vom Energiekonzern Vattenfall übernommen. Es versorgt rund 700.000 Wohnungen in der Hauptstadt mit Fernwärme. Bis 2045 soll das Netz klimaneutral umgebaut sein.

Gewinn deutlich gesteigert

Die BEW machte 2025 einen Umsatz von rund 1,83 Milliarden Euro, etwas weniger als im Jahr davor (rund 1,9 Milliarden). Der Gewinn lag bei 80,2 Millionen Euro nach 15,8 Millionen Euro im Jahr davor. Damit habe die BEW das erste vollständige Geschäftsjahr als eigenständiges Landesunternehmen erfolgreich abgeschlossen.

BEW-Chef Christian Feuerherd wies auf die besonderen Herausforderungen im Jahr 2025 hin - etwa angesichts eines langen Zeitraums mit ungewohnt frostigen Temperaturen im Winter. Gleichzeitig treibe das Unternehmen den größten Umbau seiner Geschichte voran.

Die CO2-Emissionen seien 2025 auf rund vier Millionen Tonnen gesunken – eine Verringerung von rund 70 Prozent gegenüber 1990. Bis 2030 will das Unternehmen ein Minus von 80 Prozent erreichen und eine Quote an erneuerbaren Energien von 40 Prozent.

Mehr Flexibilität bei einzelnen Schritten

Allerdings hat die BEW den sogenannten Dekarbonisierungsfahrplan, der die Schritte bis zur Klimaneutralität 2045 beschreibt, überarbeitet. "Tempo und Ausgestaltung weiterer Schritte hängen auch von Voraussetzungen ab, die heute noch nicht abschließend feststehen", sagte Feuerherd.

Unter anderem setzt das Unternehmen bis 2035 auf einen "flexibleren Wärmemix" mit mehr Elektrifizierung, lokalen Abwärmequellen und den Einsatz von Geothermie. Für den Zeitraum ab 2035 sind aus BEW-Sicht verschiedene Entwicklungspfade vorstellbar, die sich in der Gewichtung von lokalen Wärmequellen, Strom und grünem Wasserstoff unterscheiden. Das Ziel - klimaneutrale Fernwärme ab 2045 - sei aber jeweils das gleiche.

Quelle: dpa

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