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Berlin & BrandenburgBrosius-Gersdorf: Müssen aus Fehlern lernen

12.07.2026, 09:50 Uhr
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(Foto: Britta Pedersen/dpa)

Eine gescheiterte Verfassungsrichter-Wahl und massive Anfeindungen liegen hinter Frauke Brosius-Gersdorf. So etwas darf sich aus ihrer Sicht nicht wiederholen.

Potsdam (dpa/bb) - Die Potsdamer Juraprofessorin Frauke Brosius-Gersdorf fordert nach dem politischen Streit um ihre Kandidatur für das Bundesverfassungsgericht eine Auseinandersetzung der Verantwortlichen mit der gescheiterten Wahl. "Man muss daraus lernen. Es ist wichtig, wenn alle Beteiligten sich vor der nächsten Richterwahl noch mal sehr bewusst machen, was genau schiefgelaufen ist", sagte sie im Interview mit der "Märkischen Allgemeinen". Diese Politisierung der Richterwahl dürfe sich nicht wiederholen.

Brosius-Gersdorf war von der SPD für das Amt als Richterin am Bundesverfassungsgericht vorgeschlagen worden. Doch die Union hatte erhebliche Vorbehalte. Es kam zum Streit innerhalb der Koalition, die Wahl wurde abgesagt. Brosius-Gersdorf war unter anderem wegen Positionen zum Abtreibungsrecht in sozialen Medien angegriffen worden. Im August 2025 verzichtete sie schließlich auf ihre Kandidatur.

"Kampagnen und Akteure haben es geschafft, die Demokratie ein Stück wehrlos dastehen zu lassen", führte Brosius-Gersdorf aus. Die habe sich nicht resilient gezeigt und Politiker hätten sich treiben lassen. "Das schadet unserer Demokratie." Nun sei es wichtig, dass so etwas nicht noch mal vorkomme. "Im Ergebnis hatten die Kampagnen Erfolg, mich als Richterin am Bundesverfassungsgericht zu verhindern. Und insofern könnte man ja auf die Idee kommen, es wieder zu versuchen mit einem Kandidaten, der einem nicht passt."

Quelle: dpa

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