Berlin & BrandenburgErwachsenenbildung in Berlin entwickelt sich stabil

Der erste Erwachsenenbildungsbericht für Berlin zeigt: Das Angebot an Volkshochschulen ist in den letzten Jahren gewachsen. Sprachkurse wurden besonders oft nachgefragt - vor allem für eine Sprache.
Berlin (dpa/bb) - Die Erwachsenenbildung in Berlin entwickelt sich seit der Coronapandemie insgesamt stabil. Das geht aus dem ersten Berliner Erwachsenenbildungsbericht hervor, wie die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie mitteilte. Demnach sei die Erwachsenenbildung in der Hauptstadt in vielen Bereichen gewachsen.
Den Angaben zufolge wurden 2024 rund 24.500 Kurse an einer Berliner Volkshochschule angeboten. Laut der Senatsverwaltung sind das deutlich mehr als 2021. Bei der Kursdichte sei zudem wieder das Niveau von 2019 erreicht worden, hieß es. Demnach hätten die Volkshochschulen die Corona-Folgen weitgehend aufgefangen.
Mit einem Anteil von über 70 Prozent der Unterrichtseinheiten war der Sprachenbereich 2024 den Angaben zufolge besonders stark. Hier wurde vor allem Deutsch gelernt: Laut der Senatsverwaltung entfielen über 54 Prozent aller Unterrichtseinheiten an den Berliner Volkshochschulen auf den Bereich Deutsch als Zweitsprache.
Der Staatssekretär für Schulbau, Schuldigitalisierung und Lebenslanges Lernen Torsten Kühne (CDU) sagte dazu: "Lebenslanges Lernen ist ein zentraler Baustein unseres Bildungssystems. Der Erwachsenenbildungsbericht zeigt, wie wichtig verlässliche und vielfältige Bildungsangebote für Erwachsene sind - sei es für die berufliche Weiterentwicklung, die persönliche Entfaltung oder die gesellschaftliche Teilhabe." Kühne wies zudem auf den unverzichtbaren Beitrag hin, den anerkannten Träger der Erwachsenenbildung, etwa Volkshochschulen oder die Landeszentrale für politische Bildung, hierfür leisteten.
Unter anderem die Angebote der Volkshochschulen, der Landeszentrale für politische Bildung und anerkannter freier Trägern bilden das Fundament der Erwachsenenbildung in Berlin. Das Angebot der Erwachsenenbildung ist gesetzlich verankert.