Berlin & BrandenburgGeschmückte Kähne ziehen im Korso durch Spreewälder Fließe

Blasmusik auf dem Wasser, ein Piratenkahn als Highlight oder sogar ein Traktor auf dem Boot: Der Kahnkorso beim Stadtfest in Lübbenau zeigt, wie bunt der Spreewald feiern kann.
Lübbenau (dpa/bb) - Mit einem Kahnkorso rund um den Großen Hafen Lübbenau feiert der Spreewald sich selbst und den Sommer. Rund 55 bunt geschmückte Kähne sind zum Abschluss des 52. Spreewald- und Schützenfests in dem Ort unterwegs. "Die Besucherinnen und Besucher erwarten in diesem Jahr mehr als 55 Schaubilder - so viele wie lange nicht mehr", hatte die Stadt Lübbenau mitgeteilt.
Jedes Jahr kommen demnach Hunderte Schaulustige an die Kanäle, um die Parade rund um den Hafen zu verfolgen. Nicht fehlen dürfen dabei natürlich die Spreewälder Trachten - auf den Kähnen und am Ufer. Das dreitägige Fest beinhaltet neben dem Kahnkorso auch einen Gurkenmarkt und einen Rummel.
Von Schützen über Kapelle bis Handwerk und Kita sind alle dabei
Die Kähne werden gestaltet von allen wichtigen Institutionen aus der Stadt, sagt Philipp Hoffmann, Kulturbeauftragter in Lübbenau. Stadtkapelle, Spielmannszug, Post, Feuerwehren, Kita, Wohnungsbaugesellschaften, Sportvereine, Kulturvereine, Verwaltung: "Alle sind dabei und auch wenn es kitschig klingt: Die Vielfalt von Lübbenau spiegelt sich in Kähnen wider."
Die Verantwortlichen entscheiden selbst, wie sie ihre Kähne gestalten: "Dann kann auch mal ein Traktor auf dem Kahn stehen", so Hoffmann. Die Stadtkapelle mache Blasmusik auf Kahn, der Schützenkahn zeige Uniformen, ein Spinnrad stelle oft das traditionelle Handwerk dar und die Feuerwehren pumpten auf dem Kahn und spritzten mit alten Schläuchen. Ein Highlight sei in diesem Jahr der letzte Kahn: ein Piratenkahn.
In diesem Jahr fahre die Parade nicht bis in das Dorf Lehde hinein - das sei ein Versuch, um die Wartezeiten am Hafen zu verkürzen, so Hoffmann. Stattdessen wenden die Kähne und kehren zurück.