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Berlin & BrandenburgGrößte Echse der Welt: ein Komodowaran im Berliner Zoo

13.06.2026, 05:48 Uhr
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Komodowarane können über drei Meter lang und bis zu 80 Kilo schwer werden. Mehr als die Hälfte ihrer Körperlänge entfällt auf den kräftigen Schwanz. Eine solche Echse lebt nun mitten in Berlin.

Berlin (dpa/bb) - Ein Drache mitten in Berlin: Im Zoo der Hauptstadt ist ab diesem Wochenende ein junger Komodowaran zu sehen. Das Männchen heißt Drakaris, ist etwa 1,35 Meter lang und aus Spanien nach Berlin gekommen, wie der Zoo mitteilte. Es lebt nun im "Reich der Jäger". "Noch ähnelt der Neuberliner zugegebenermaßen eher dem kleinen Tabaluga als einem mächtigen, furchteinflößenden Drachen", hieß es.

Komodowarane sind die größten Echsen der Welt. Sie können über drei Meter lang werden. Mehr als die Hälfte ihrer Körperlänge entfällt auf den kräftigen Schwanz – ein wichtiges Werkzeug für Balance und Verteidigung. Die Tiere werden bis zu 80 Kilogramm schwer. Drakaris wiegt aktuell 3,8 Kilogramm.

Er wurde im März 2023 im Bioparc Fuengirola in Südspanien geboren – zusammen mit den vier Geschwistern Juanito, Fénix, Embum und Saya.

Tödlicher Biss

Die Riesenechsen werden auch Komododrachen genannt. "Klauen, Schuppen, gespaltene Zunge und ihr tödlicher Biss erinnern an die mystischen Fantasiewesen aus Legenden und Filmen", erklärt der Zoo. Der Name des Berliner Neuzugangs ist aus der Serie "Game of Thrones" bekannt: Dort bedeutet "Dracarys" in der fiktiven Sprache Hochvalyrisch "Drachenfeuer".

"Wenn ein Komodowaran einzieht, dann bringt er natürlich eine gewisse Drachen-Ästhetik mit sich, auch wenn unser Drakaris aktuell noch eher ein kleiner Drache ist", berichtet Reptilien-Kurator Markus Klamt. Besucherinnen und Besucher könnten seine Entwicklung in den nächsten Jahre miterleben. Erst mit etwa neun Jahren sind Komodowarane vollständig ausgewachsen und geschlechtsreif. Drakaris ist drei Jahre alt.

Ein Wildschwein ist in 17 Minuten verspeist

Komodowarane stammen von den indonesischen Inseln Komodo, Rinca, Flores, Gili Dasami und Gili Motang. "Dort jagen sie alles von kleinen Säugetieren bis hin zu großen Huftieren", heißt es. Mit ihrer gespaltenen Zunge nehmen sie Gerüche wahr und können Beute über mehrere Kilometer wittern.

Trotz ihres massigen Körpers sind sie schnelle Jäger. Ein Gift aus Drüsen im Unterkiefer helfe ihnen bei der Jagd auf große Säugetiere. "Ein ausgewachsener Komodowaran kann ein 30-Kilogramm-Wildschwein in nur 17 Minuten verputzen. Danach sind die Tiere oft für bis zu zwei Wochen satt."

Außer in Berlin werden die großen Echsen deutschlandweit nach Angaben des Zoos nur noch in zwei anderen zoologischen Einrichtungen gehalten.

Quelle: dpa

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