Berlin & BrandenburgMehr Hitzetote in Berlin und Brandenburg als in Vorjahren

Ende Juni litten weite Teile Brandenburgs und Berlins unter hohen Temperaturen. Die Folgen der Hitzewelle zeigen sich auch an den Sterbefällen.
Berlin (dpa/bb) - In Berlin sind im ersten Halbjahr 2026 Schätzungen des Robert Koch-Instituts (RKI) zufolge 120 Menschen hitzebedingt gestorben. In Brandenburg waren es demnach schätzungsweise 110 Hitzetote. In beiden Bundesländern starben damit mehr Menschen als insgesamt jeweils in den Jahren 2023, 2024 und 2025, wie aus Daten des RKI zur hitzebedingten Mortalität hervorgeht.
Gerechnet auf 100.000 Einwohner gab es in Berlin in diesem Jahr bisher 3,3 Hitzetote. In Brandenburg ist der Schnitt mit 4,4 etwas höher als in Berlin, aber immer noch unter dem Bundesdurchschnitt. Dieser liegt bei 6,2 Hitzetoten gerechnet auf 100.000 Einwohner im ersten Halbjahr 2026.
Die am stärksten betroffenen Bundesländer waren Rheinland-Pfalz mit 13,6 und das Saarland mit 15,5 Hitzetoten gerechnet auf 100.000 Einwohner.
Die Zahlen des RKI umfassen den Zeitraum vom 6. April bis zum 28. Juni, also inklusive der großen Hitzewelle, bei der in der zweiten Juni-Hälfte in weiten Teilen Deutschlands Temperaturen von über 40 Grad Celsius erreicht wurden.
Deutschlandweit hat die extreme Hitze Ende Juni den Schätzungen zufolge mehr als 4.000 Menschen das Leben gekostet. Besonders betroffen waren ältere Menschen. Der Juni 2026 war dem Deutschen Wetterdienst (DWD) zufolge mit im Mittel 19,5 Grad der zweitwärmste seit Messbeginn.