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Berlin & BrandenburgViele Brandenburger Gemeinden bei Infrastruktur abgehängt

25.05.2026, 15:59 Uhr
Die-Erreichbarkeit-von-Aerzten-Pflegern-Apotheken-ist-fuer-die-Buerger-vor-Ort-von-entscheidender-Bedeutung
(Foto: picture alliance/dpa)

Kein schnelles Netz, wenig Ärzte, lange Wege: Über 160 Brandenburger Gemeinden landen in einem bundesweiten Infrastruktur-Ranking auf den letzten Plätzen. Andere sind dagegen weit vorn mit dabei.

Köln/Potsdam (dpa/bb) - Über 160 Gemeinden in Brandenburg sind laut einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) bundesweit am schlechtesten versorgt mit Ärzten, Schulen, schnellem Internet und vielen anderen Infrastruktur-Angeboten. Das geht aus dem "IW-Gemeindecheck Daseinsvorsorge" im Auftrag des Tabakkonzerns Philip Morris hervor.

Drei brandenburgische Gemeinden landeten sogar unter den letzten zehn aller 10.817 untersuchten Gemeinden deutschlandweit: Das sind Havelaue im Havelland (Rang 10.811), Kleßen-Görne im Havelland (10.812) und Mescherin in der Uckermark (Rang 10.813). Am besten in Brandenburg schnitt Senftenberg im Kreis Oberspreewald-Lausitz (Rang 164) ab, gefolgt von Frankfurt (Oder) (Rang 227) und Strausberg im Kreis Märkisch-Oderland (Rang 229). Die Landeshauptstadt Potsdam landete auf Rang 505.

Schulen, Theater, Schwimmbäder, Ärzte und Internet als Kategorien

Die Ränge bezeichnen die Hauptkategorie "Daseinsvorsorge gesamt", welche sich in Unterkategorien für Bildung, Gesundheit, Mobilität, Digitales und Freizeit unterteilt. Ausgewertet wurden nach Angaben der IW-Gesellschaftsforschung 17 Indikatoren. Zuerst hatte das Nachrichtenmagazin "Spiegel" darüber berichtet. Über 400 Gemeinden in Brandenburg tauchen in der Studie auf.

Bewertet wurden etwa die Versorgung mit Kitas und Schulen, die Anbindung an Autobahnen, Nahverkehr und Flughäfen und die Erreichbarkeit von Ärzten, Apotheken, Pflegeeinrichtungen, Theater, Museen, Schwimmbäder, aber auch die Mobilfunkabdeckung und die Breitbandverfügbarkeit.

Stadt bei München vorn, Gemeinde in der Südwestpfalz Schlusslicht

Im Vergleich der Flächenländer liegt Nordrhein-Westfalen vorn: Mehr als jede zweite NRW-Gemeinde falle in die Kategorie "sehr gut" versorgt, teilte das IW in Köln mit. Am anderen Ende steht Mecklenburg-Vorpommern: Dort gilt demnach mehr als jede zweite Gemeinde als "sehr schlecht" versorgt.

Auch wenn eine westdeutsche Stadt und ein westdeutsches Flächenland vorne liegen, zeigt der große Ost-West-Vergleich ein anderes Bild: 30 Prozent der ostdeutschen Städte werden als "sehr gut" versorgt eingestuft, unter den westdeutschen Städten sind es nur knapp 20 Prozent. Die kleine Stadt Haar bei München ist laut der Studie bundesweit am besten versorgt. Schlusslicht des Rankings ist Hirschthal in der Südwestpfalz.

Quelle: dpa

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