Berlin & BrandenburgWahlumfrage für Berlin: SPD fällt auf fünften Platz zurück

Die Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus ist im September geplant. Die CDU liegt laut einer Umfrage weiter vorn. Die AfD kommt demnach momentan auf Platz zwei, die SPD droht den Anschluss zu verlieren.
Berlin (dpa/bb) - Die CDU liegt rund drei Monate vor der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus einer Umfrage zufolge weiter vorn. Die Partei von Regierungschef Kai Wegner kommt in einer repräsentativen Erhebung des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag des "Tagesspiegel" auf 22 Prozent. Dahinter folgen mit 18 Prozent die AfD, mit 17 die Grünen und mit 15 die Linke. Die SPD landet in der Umfrage mit 14 Prozent auf dem fünften Rang.
Alle anderen Parteien werden es der Umfrage zufolge nicht in das Abgeordnetenhaus schaffen: Die FDP (4 Prozent) liegt demnach ebenso unter der Fünf-Prozent-Hürde wie das BSW (3 Prozent). Sonstige Parteien vereinen den Angaben zufolge zusammen 7 Prozent auf sich.
Koalition hätte keine Mehrheit mehr
Nach diesen Zahlen hätte das seit 2023 in Berlin regierende Bündnis aus CDU und SPD keine Mehrheit mehr. Möglich wären Dreierbündnisse etwa aus CDU, SPD und Grünen oder aus SPD, Grünen und Linken. Eine Regierungsbeteiligung der AfD ist sehr unwahrscheinlich, weil mehrere Parteien eine Zusammenarbeit ausgeschlossen haben. Die Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus ist am 20. September geplant.
Unsicherheiten durch geringere Parteibindung
Für die Civey-Umfrage wurden 3.000 Berlinerinnen und Berliner zwischen dem 28. Mai und 11. Juni befragt. Der statistische Fehler wird mit 3,4 Prozent angegeben.
Wahlumfragen sind generell immer mit Unsicherheiten behaftet. Unter anderem erschweren nachlassende Parteibindungen und immer kurzfristigere Wahlentscheidungen den Meinungsforschungsinstituten die Gewichtung der erhobenen Daten. Grundsätzlich spiegeln Umfragen nur das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wider und sind keine Prognosen für den Wahlausgang.