Berlin & BrandenburgZweiter Warnstreik im Großhandel in Berlin und Brandenburg

Für mehr als 50.000 Beschäftigte im Großhandel in Berlin und Brandenburg laufen die Tarifverhandlungen. Die Gewerkschaft Verdi zeigt sich damit unzufrieden - und kündigt einen weiteren Warnstreik an.
Berlin (dpa/bb) - Die Gewerkschaft Verdi hat im Tarifstreit des Großhandels für heute einen zweiten Warnstreik angekündigt. Zum Streik aufgerufen sind Beschäftigte aus dem Lebensmittel- und Pharmahandel, wie Verdi mitteilte. Dazu gehörten Edeka-Lagerstandorte, das Rewe-Lager Oranienburg, das Penny-Lager Großbeeren, die Metro-Märkte in Berlin und Brandenburg sowie mehrere Pharmahändler.
Erwartet werden wie beim ersten Warnstreik vor einer Woche rund 400 Streikende, wie Verhandlungsführerin Franziska Foullong sagte. Der Streikaufruf gelte für den gesamten Tag.
Die Gewerkschaft will nach eigenen Angaben damit auf den Verlauf der ersten Verhandlung reagieren. Diese seien ohne Angebot seitens der Arbeitgeber verlaufen. In Berlin soll heute um 10.00 Uhr eine Kundgebung vor einem der Standorte stattfinden.
Verdi will 220 Euro im Monat mehr
Die Gewerkschaft verlangt für die mehr als 53.000 Beschäftigten im Berliner und Brandenburger Groß- und Außenhandel eine Steigerung der Löhne und Gehälter um 220 Euro im Monat, eine Laufzeit des Tarifvertrags von 12 Monaten und einen Anstieg der Ausbildungsvergütungen um 200 Euro.
"Die Beschäftigten im Großhandel sorgen jeden Tag dafür, dass die Hauptstadtregion mit lebenswichtigen Gütern versorgt wird", sagte Foullong. Trotz dieser verantwortungsvollen Aufgabe werde das Geld am Ende des Monats knapp. "Wir erwarten von den Arbeitgebern ein Angebot, dass eine echte Erhöhung der Realeinkommen bedeutet."