Hamburg & Schleswig-HolsteinAsbest nach Lagerhallenbrand nur am Ort des Feuers gefunden

Der Brand einer Lagerhalle in Neumünster hat zu einem großen Schaden geführt. Für Anwohner gibt es jetzt in einem Punkt Entwarnung. Asbest wurde außerhalb der Brandstelle nicht gemessen.
Neumünster (dpa/lno) - Nach dem Großbrand eines Lagerhallenkomplexes in Neumünster gibt die Stadt Entwarnung. Eine befürchtete Asbestbelastung im Stadtgebiet wurde bei Messungen nicht festgestellt. Zwei von neun Messungen seien positiv gewesen, beide stammten aus dem direkten Einsatzbereich, teilte die Stadt mit. Nach den bisherigen Erkenntnissen war die Bedachung der Lagerhalle mit asbesthaltigen Eternitplatten eingedeckt.
Ablagerungen oder Trümmerteile, die im Umfeld des Brandortes auf Grundstücken niedergegangen seien, müssten nicht zwangsläufig asbesthaltig sein. Es könne sich dabei auch um gewöhnliche Brandrückstände wie verbrannte Pappe oder andere Materialien handeln. Aus Vorsorgegründen werde dennoch empfohlen, solche Funde mit Einweghandschuhen aufzunehmen, in eine reißfeste Tüte zu verpacken, diese gut zu verschließen und anschließend zu entsorgen.
Am Dienstagmorgen war in dem Hallenkomplex ein Feuer ausgebrochen, das Feuerwehren aus ganz Neumünster und dem Umland mit 250 Einsatzkräften erst am Mittwoch unter Kontrolle bringen konnten. In den Hallen waren unter anderem Akkus gelagert. Zeitweise wurde die Bahnlinie Hamburg - Kiel/Flensburg gesperrt. In mehreren Schulen fiel der Unterricht aus, auch Kitas blieben geschlossen.