Hamburg & Schleswig-HolsteinSchleifähre "Missunde III" nimmt Betrieb wieder auf

Nach dreiwöchiger Pause nimmt die Solarfähre "Missunde III" wieder Fahrt auf. Was sich an Technik und Anlegern seit dem Ausfall geändert hat.
Kiel (dpa/lno) - Der Schaden an der Antriebsanlage der Schleifähre "Missunde III" ist behoben. Die Fähre soll am Dienstag wieder den Betrieb zwischen Brodersby und Kosel aufnehmen, wie der Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz Schleswig-Holstein (LKN.SH) ankündigte. Die Antriebsanlage habe überarbeitet und neu ausgerichtet werden müssen. Die Kosten für die Reparatur und das Ausrichten des Antriebsstrangs belaufen sich auf rund 60.000 Euro.
Die Fähre war am 24. Mai aus Sicherheitsgründen vorläufig außer Dienst gestellt worden. Der Ausfall belastete die Region ebenso wie Pendlerinnen und Pendler. Sie mussten dadurch einen Umweg von fast 40 Kilometern um die Schlei fahren. Zwischen Brodersby und Kosel werden pro Jahr rund 120.000 Fahrzeuge und rund 50.000 Fahrräder übergesetzt.
"Wir bedanken uns bei allen, die es möglich gemacht haben, diesen Schaden innerhalb so kurzer Zeit zu beheben", sagte der Sprecher des Landesbetriebs, Wolf Paarmann. "Wir sind zuversichtlich, dass die Missunde III nun in ruhigeres Fahrwasser kommen wird."
Seit Ende April im Einsatz
Die "Missunde III" pendelt seit Ende April zwischen Brodersby und Kosel - zwei Jahre später als geplant. Die Solarfähre startete verspätet, weil sie und die Anleger umgebaut werden mussten.
Der Landesbetrieb nutzte die dreiwöchige Unterbrechung, um aus den Provisorien an beiden Anlegern dauerhafte Lösungen zu entwickeln. Bei den Testfahrten hatte sich herausgestellt, dass die beiden Keile zusätzliche Gewichte benötigen, um der "Missunde III" ein stabiles Widerlager beim Anlegen bieten zu können. Dafür waren auf beide Keile jeweils zehn Tonnen schwere Gewichte gestellt worden.