Hamburg & Schleswig-HolsteinTouré will Ministerpräsidentin von Schleswig-Holstein werden

Aminata Touré will Spitzenkandidatin für die Grünen zur Landtagswahl 2027 werden. Warum sie sich Zeit für die Entscheidung genommen hat. Und wer sie unterstützt.
Berlin/Kiel (dpa/lno) - Schleswig-Holsteins Sozialministerin Aminata Touré will zur Landtagswahl im kommenden Jahr als alleinige Spitzenkandidatin der Grünen antreten. Auf Instagram schrieb die 33-Jährige: Sie kandidiere als Spitzenkandidatin für Bündnis 90/ Die Grünen, "Komm ins #TeamTouré". Die finale Entscheidung über Tourés Kandidatur muss noch auf einem Landesparteitag getroffen werden. Schleswig-Holstein wählt im April 2027 einen neuen Landtag.
Der "Zeit" sagte Touré, "Wenn Sie fragen, ob ich mir zutraue, Ministerpräsidentin zu werden, sage ich: ganz klar ja." Viele Parteien haben ihr Spitzenpersonal bereits festgelegt. "Ja. Ich habe lange überlegt", sagte Touré der "Zeit".
Als ihre Kollegen von SPD und CDU ihre Kandidaturen verkündet haben, habe sie gerade den Mutterschutz beendet, sagte Touré der "Zeit". Sie habe sich Zeit gelassen, um zu schauen: "Kriege ich das hin als Ministerin und Mutter? Das Wichtigste für mich ist, dass es meiner Tochter gut geht." Daher habe sie sich erst nach diesem Test für die Kandidatur entschieden.
Unterstützung erhält Touré, die seit 2022 die erste Schwarze Landesministerin der Bundesrepublik ist, unter anderem vom schleswig-holsteinischen Umweltminister Tobias Goldschmidt. Er sei gerne im Team Touré, "weil ich Bock auf einen ehrlichen, starken und mutigen Wahlkampf habe", schreibt der Grünen-Politiker auf Instagram. "Ich unterstütze ihre Kandidatur."