Hamburg & Schleswig-HolsteinWeißer-Ring-Landesvorsitzende Söller-Winkler tot

Schleswig-Holstein trauert um eine Frau, die für Opfer einstand und das Innenministerium prägte. Was Manuela Söller-Winkler für viele Menschen so besonders machte.
Kiel (dpa/lno) - Schleswig-Holsteins langjährige Vorsitzende der Hilfsorganisation Weißer Ring und frühere Innenstaatssekretärin Manuela Söller-Winkler ist tot. Wie der Verband unter Berufung auf die Familie mitteilte, ist Söller-Winkler am 24. Juni während eines Klinikaufenthalts gestorben. Die 64-Jährige war auch Mitglied des geschäftsführenden Bundesvorstandes. Sie war zuvor im Kabinett des damaligen Ministerpräsidenten Torsten Albig (SPD) von 2014 bis 2017 Staatssekretärin.
Innenministerin Magdalena Finke (CDU) würdigte die Arbeit von Söller-Winkler. "Mit ihr verliert Schleswig-Holstein einen großartigen Menschen." Sie habe über viele Jahre die Arbeit im Innenministerium, unter anderem als Staatssekretärin, maßgeblich geprägt. "Dabei hat sie sich vor allem durch ihre Herzlichkeit, ihren Humor und ihre Gradlinigkeit ausgezeichnet." Söller-Winkler war vor ihrer Berufung zur Staatssekretärin jahrelang Landeswahlleiterin.
Weißer Ring
Söller-Winkler war seit 2018 Landesvorsitzende der Hilfsorganisation. Auch als ehrenamtliche Landesvorsitzende des Weißen Ringes habe sie sich für Menschen eingesetzt, die dringend Hilfe und Unterstützung benötigten, sagte Finke. "Sie hatte einen verbindenden und versöhnenden Charakter, der dafür gesorgt hat, dass sie über alle Parteigrenzen hinweg ein enorm hohes Ansehen genoss."
Die Hilfsorganisation berichtete, dass Söller-Winkler erst im Mai als Landesvorsitzende bestätigt worden war. "Wir waren sehr froh, als sie nach ihrer schweren Erkrankung zurückkehrte." Sie habe mit viel Energie, Klugheit, Humor und großen rhetorischen Fähigkeiten wieder viele Themen vorangetrieben, immer verbindlich und menschlich. "Umso trauriger sind wir über ihren Tod." Söller-Winkler habe in allen Bereichen maßgebliche, bleibende Akzente gesetzt. "Aber auch als Mensch, bei dem man sich schnell wohlgefühlt hat, hinterlässt sie eine riesige Lücke. Unsere herzliche Anteilnahme gilt ihrer Familie."