HessenFDP-Chef zieht gemischte erste Bilanz nach Kommunalwahlen

Wie schneidet die FDP in Hessen bei den Kommunalwahlen ab? Thorsten Lieb spricht von Stabilität in Hochburgen – doch der Bundestrend bleibt spürbar.
Wiesbaden (dpa/lhe) - Hessens FDP hat in einer frühen Bewertung nach den Kommunalwahlen am Sonntag eine erste gemischte Bilanz gezogen. Für die Freien Demokraten zeichne sich ein heterogenes Bild ab, teilte FDP-Landeschef Thorsten Lieb mit. Die Auszählung der komplexen Abstimmungen für die Kommunalparlamente werde aber noch dauern.
"Auch wenn sich der negative Trend der FDP im Bund bemerkbar macht, sind wir in unseren Hochburgen in kleinen und mittelgroßen Städten wie Bruchköbel, Bad Homburg, Königstein, Kronberg und Steinbach stabil", erklärte Lieb. Das sei ein gutes Signal dafür, "dass man in herausfordernden Zeiten mit starken Persönlichkeiten Wahlen erfolgreich gestalten kann".
Niederlagen im Kampf mit der Fünf-Prozent-Hürde
Bei der Landtagswahl im benachbarten Baden-Württemberg vor einer Woche war die FDP an der Fünf-Prozent-Hürde gescheitert und aus dem Parlament in Stuttgart geflogen. 2025 hatte sie das gleiche Schicksal im Bundestag erlebt.
In Hessen wurden im ganzen Land neue Kreistage, Stadt- und Gemeindeparlamente sowie die Ortsbeiräte gewählt.
Bei den Kommunalwahlen 2021 war die CDU in Hessen mit landesweit 28,5 Prozent stärkste Kraft geworden. Die SPD war auf 24,0 Prozent der Stimmen gekommen, die Grünen hatten bei 18,4 Prozent rangiert, die AfD war auf 6,9 Prozent gekommen, die FDP auf 6,7 Prozent und die Linke auf 4,0 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei den Kommunalwahlen 2021 in Hessen bei 50,4 Prozent.