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HessenFallschirmjäger trainieren Notfall am Edersee

19.05.2026, 19:18 Uhr
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Aus 400 Metern ins kalte Wasser: Wie die Fallschirmjäger schwierige Wasserlandungen trainieren und was bei schlechter Sicht passiert.

Waldeck (dpa/lhe) - Training für den Ernstfall: Mehr als 150 Fallschirmspringer der Bundeswehr üben in Nordhessen Wasserlandungen. Die Soldatinnen und Soldaten der Division Schnelle Kräfte (DSK) springen dabei aus 400 Metern Höhe aus dem Flugzeug in den Edersee, um das "Notverfahren Wasserlandung" mit einem neuen Fallschirm zu trainieren, wie die Pressestelle der DSK mitteilte.

Die Übung, die am Dienstag begonnen hat, soll demnach am Mittwoch fortgesetzt werden. Wind und schlechte Sicht könnten auch kurzfristig zur Absage, Verschiebung oder dem vorzeitigen Ende des Sprungdienstes führen, hieß es.

60 bis 100 Sekunden Sinkflug

Das Transport-Flugzeug startet den Angaben zufolge vom Flugplatz Allendorf/Eder im Landkreis Waldeck-Frankenberg in Richtung Edersee. Nach dem Sprung sinken die Fallschirmflieger laut der DSK abhängig von Wetter und Gewicht zwischen 60 und 100 Sekunden, bevor sie im Edersee landen. Boote der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) und der Bundeswehr bringen die Soldatinnen und Soldaten danach wieder an Land.

Das "Notverfahren Wasserlandung" kommt laut der DSK zum Einsatz, wenn Fallschirmjäger entgegen der ursprünglichen Planung nicht an Land, sondern über einer Wasseroberfläche landen. "Dann gilt es, sich schnellstmöglich von seiner Ausrüstung zu befreien, um an Land zu kommen und den Auftrag bestmöglich weiter auszuführen." Dieses Sicherheitstraining gelte als eines der schwierigsten Manöver für Fallschirmspringer und solle deshalb in regelmäßigen Abständen geübt werden.

Kernkompetenz der Soldatinnen und Soldaten

Die DSK umfasst laut Mitteilung deutsche und niederländische Fallschirmjäger, die Heeresflieger, Gebirgsjäger und Spezialkräfte der Bundeswehr. Die Fallschirmsprungausbildung zähle zu den Kernkompetenzen der Soldaten, hieß es. Deshalb fänden regelmäßig Fallschirmsprungdienste zur Weiterbildung und zum Fähigkeitserhalt statt.

Quelle: dpa

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