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Hessen Prozess gegen Bande angeblicher Polizisten und Staatsanwälte

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Koblenz (dpa/lhe) - Im Koblenzer Landgericht hat am Freitag der Prozess gegen eine Bande begonnen, deren Mitglieder sich gegenüber Senioren als falsche Polizisten und Staatsanwälte ausgegeben haben sollen. Den sieben Angeklagten im Alter zwischen 22 und 27 Jahren werde Betrug vorgeworfen, teilte das Gericht mit. Sie sollen sich Ende des Jahres 2017 einer aus der Türkei agierenden Gruppe angeschlossen haben, zu der noch weitere Mitglieder gehören.

Von Callcentern in der Türkei aus wurden vor allem ältere Menschen in Deutschland angerufen, dabei sollen sich die Anrufer als Polizist oder Staatsanwalt ausgegeben haben. Laut Anklage wurde Menschen unter anderem in Koblenz, Bad Honnef und Rheinbrohl vorgegaukelt, dass ihr Vermögen wegen einer in der Nachbarschaft begangenen Straftat in Gefahr ist. Das Vermögen solle deshalb sicherheitshalber den Behörden ausgehändigt werden. Einige der Angeklagten sollen als Abholer der Wertgegenstände fungiert haben.

Zu den Opfern gehörte eine Frau, die 250.000 Euro, wertvollen Schmuck sowie zwei Kilogramm Gold an ihrer Haustür einem Abholer übergeben hatte. Eine weitere angerufene Frau ließ sich zum Schein auf die Forderungen ein, beim vereinbarten Abholungstermin wurden zwei der nun Angeklagten festgenommen.

Das Gericht hat Verhandlungstermine bis in den August festgesetzt.

© dpa-infocom, dpa:210521-99-689842/3

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