HessenVerdacht der schweren Brandstiftung nach Feuer im Gallus

Nach dem Brand im Frankfurter Gallusviertel ermittelt die Polizei wegen besonders schwerer Brandstiftung. Sechs Menschen wurden verletzt, für zwei von ihnen kam die Rettung im letzten Augenblick.
Frankfurt (dpa/lhe) - Nach dem Brand im Frankfurter Gallusviertel mit sechs Verletzten ermittelt die Polizei wegen des Verdachts einer besonders schweren Brandstiftung. Das sagte ein Polizeisprecher der Deutschen Presse-Agentur. Im Zusammenhang mit dem Brand war ein 55 Jahre alter Mann festgenommen worden. Bei ihm handelt es sich nach Polizeiangaben um den Bewohner der Wohnung im zweiten Obergeschoss, in der das Feuer mutmaßlich ausbrach. Er sollte dem Haftrichter vorgeführt werden.
Wie genau es zu dem Brand kommen konnte, müsse noch ermittelt werden, sagte der Polizeisprecher. Bei dem Feuer hatten zwei der betroffenen Menschen schwere Rauchgasvergiftungen erlitten. Sie waren laut Feuerwehr in letzter Sekunde gerettet worden. Der Brand hatte einen Schaden im mittleren sechsstelligen Bereich angerichtet.
Laut Feuerwehr hatte das Feuer von der Wohnung im zweiten Obergeschoss rasch auf das dritte Stockwerk und das Dachgeschoss übergegriffen. Auch Dämmmaterial des Dachs brannte, sodass man die Dachhaut zu großen Teilen hatte öffnen müssen, um Glutnester zu löschen, wie die Feuerwehr den Großeinsatz beschrieb. Insgesamt waren rund 200 Kräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst an dem Einsatz beteiligt.