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HessenZahl der neuen Start-ups in Hessen steigt rasant

07.07.2026, 06:50 Uhr
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(Foto: Jörg Carstensen/dpa)

Der Boom um Künstliche Intelligenz schlägt sich auch in Hessen nieder. Die Zahl der neuen Start-ups steigt im ersten Halbjahr um gut 80 Prozent. Für die Ziele der Politik bedeutet das Rückenwind.

Frankfurt/Berlin (dpa/lhe) - Die Zahl der Neugründungen von Start-ups in Hessen ist rasant gestiegen. Im ersten Halbjahr entstanden 270 neue Firmen, wie der Startup-Verband in Berlin mitteilte. Das seien 82 Prozent mehr als im zweiten Halbjahr 2025 (148).

Damit zähle Hessen neben Hamburg, Bremen und Schleswig-Holstein zu den Bundesländern, in denen die Zahl der Start-ups prozentual besonders stark stieg. Zudem machte Frankfurt bei den Gründungen pro Kopf den größten Sprung hoch auf Platz 5 – nach München, Berlin, Düsseldorf und Aachen.

Für die Studie hat die Analysefirma Startupdetector Handelsregisterdaten ausgewertet. "Wir sehen die größten Zuwächse gerade dort, wo Start-ups auf starke Industrie und exzellente Hochschulen treffen – von Hamburg über Hessen bis Baden-Württemberg", sagte Felix Engelmann, Co-Gründer von Startupdetector.

KI-Boom und Wirtschaftskrise als Treiber

Bundesweit entstand im ersten Halbjahr die Rekordzahl von 3.053 Start-ups, 52 Prozent mehr als im zweiten Halbjahr 2025. Zentraler Treiber sei Künstliche Intelligenz, die es ermögliche, schneller und einfacher mit weniger Kapital zu gründen. Jedoch spiele auch die Wirtschaftskrise eine Rolle: Für viele Talente werde die eigene Gründung zur Alternative, während sich etablierte Firmen bei Neueinstellungen zurückhielten.

Die Landesregierung will Hessen zu einem führenden Start-up-Standort in Deutschland machen. Die Zahl der Gründungen soll auf 450 im Jahr 2030 steigen und das Volumen privater Investoren von zuletzt 190 Millionen auf 500 Millionen Euro klettern, kündigte Wirtschaftsminister Kaweh Mansoori (SPD) jüngst an. Die Frankfurter Start-up-Fabrik Futury hatte zudem das Ziel ausgegeben, 1.000 neue Start-ups im Rhein-Main-Gebiet bis 2030 hervorzubringen.

Quelle: dpa

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