Mecklenburg-VorpommernBürgermeister nach Brand: Nicht über rechten Kamm scheren

Groß Strömkendorf (dpa/mv) - Nach dem Feuer in der Flüchtlingsunterkunft Groß Strömkendorf (Nordwestmecklenburg) hat Bürgermeister Tino Schmidt (SPD) vor voreiligen Einschätzungen und Vorverurteilungen gewarnt. "Wir wehren uns dagegen, über den rechten Kamm geschoren zu werden", sagte Schmidt am Freitag in Blowatz, wozu Groß Strömkendorf gehört, der Deutschen Presse-Agentur. Man habe gut mit den 14 ukrainischen Flüchtlingen zusammengelebt, sie seien in den Orten akzeptiert gewesen. Das ehemalige Hotel, in dem die Flüchtlinge lebten, brannte am Mittwochabend aus. Die Polizei vermutet, dass die Tat einen politischen Hintergrund hatte.
Die Ursache für das Feuer, bei dem niemand verletzt wurde, war laut Polizei zunächst unklar. Die Polizei geht von Brandstiftung aus. Zwei Tage zuvor, am Montag, war der Polizei eine Hakenkreuz-Schmiererei unweit der Unterkunft gemeldet worden.