Mecklenburg-VorpommernPolizisten berichten zu Handys und Fundort im Fall Fabian

Der Mammutprozess um den gewaltsamen Tod des achtjährigen Fabian aus Güstrow wird mit weiteren Zeugenaussagen fortgesetzt. Erneut sind Polizisten im Zeugenstand.
Rostock (dpa/mv) - Am 18. Verhandlungstag im Mordprozess um den getöteten achtjährigen Fabian aus Güstrow sollen heute (9.30 Uhr) erneut Polizeibeamte aussagen. Ein Polizist und drei Polizistinnen werden laut Landgericht Rostock erwartet. Dabei soll es um ihre Auswertungen verschiedener Handys gehen, das des Jungen, das eines Zeugen und das Telefon von Fabians Vater. Eine Beamtin soll zudem Angaben zur Auffindesituation von Fabians Leiche machen.
Nachdem der Junge tagelang vermisst worden war, wurde er Mitte Oktober bei einem Tümpel südwestlich von Güstrow gefunden. Eine 30-Jährige ist wegen Mordes angeklagt. Sie soll den Jungen laut Anklage dort mit sechs Messerstichen getötet und den Leichnam anschließend in Brand gesetzt haben. Die Angeklagte schweigt bislang zu den Vorwürfen, will sich aber nach Angaben ihrer Verteidiger Anfang August äußern. Fabians Mutter nimmt als Nebenklägerin an dem Prozess teil, der zunächst bis 10. September terminiert ist.