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Niedersachsen & BremenAutokauf eskaliert – Verfolgungsfahrt endet mit Unfall

02.07.2026, 19:27 Uhr
Nach-dem-Zusammenstoss-mussten-beide-Autos-abgeschleppt-werden

Nach einem geplatzten Autoverkauf liefern sich Privatleute im Landkreis Lüneburg eine wilde Verfolgungsfahrt – bis es kracht. Die Polizei spricht von einer "nicht alltäglichen Geschichte".

Embsen (dpa/lni) - Ein völlig aus dem Ruder gelaufener privater Autoverkauf hat nach einer Verfolgungsfahrt in Embsen in der Lüneburger Heide mit einem Unfall ein jähes Ende gefunden. Die Polizei im Landkreis Lüneburg sprach in einer Mitteilung von einer "nicht alltäglichen Geschichte".

Demnach hatte ein Paar aus dem Landkreis Lüneburg zunächst einen Kleinwagen an eine 31-Jährige aus Embsen verkauft. Da das Paar und die Frau eine Ratenzahlung vereinbart hatten, behielten die Verkäufer einen Zweitschlüssel des Autos. Doch dann kam es laut der Polizei zu einer Kehrtwende – vermutlich wegen Zahlungsunregelmäßigkeiten.

Das ehemalige Besitzerpaar des Autos, eine 50 Jahre alte Frau und ein 38 Jahre alter Mann, fuhr am späten Mittwochabend nach Embsen, um den Wagen bei der 31-Jährigen wieder abzuholen – "unrechtmäßig", wie die Polizei mitteilte.

Unfall nach Verfolgungsfahrt

Als die 50-Jährige den Wagen mit dem Zweitschlüssel startete und losfuhr, wurde die neue Besitzerfamilie des Autos darauf aufmerksam. Ein 23-Jähriger aus der Familie nahm daraufhin nach Angaben der Polizei die Verfolgung auf – mit einem nicht zugelassenen Auto.

Mit hoher Geschwindigkeit habe der Mann die 50-Jährige und den Kleinwagen verfolgt, teilten die Beamten weiter mit. In einem Kreisverkehr fuhr der 23-Jährige den Angaben zufolge in die falsche Fahrtrichtung und blockierte schließlich die Fahrbahn. Die 50-Jährige in dem Kleinwagen stieß mit dem Auto des 23-Jährigen zusammen. "Parallel drohte der 23-Jährige der 50-Jährigen", teilte die Polizei weiter mit.

Gegen alle Beteiligten leitete die alarmierte Polizei Strafverfahren ein. Gegen die 50-Jährige und ihren Begleiter wird wegen Autodiebstahls ermittelt. Der 23-Jährige muss sich unter anderem wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis und Bedrohung verantworten. An den Autos entstand ein Schaden von rund 11.000 Euro. Beide Fahrzeuge mussten abgeschleppt werden.

Quelle: dpa

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