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Niedersachsen & Bremen Oberbürgermeisterkonferenz fordert 2G statt 2G plus

(Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild)

Hannover (dpa/lni) - Dass Geimpfte und Genesene für viele Bereiche in Niedersachsen zusätzlich einen negativen Corona-Test brauchen, hält die Oberbürgermeisterkonferenz für falsch. Es sei gut, dass sich die Landesregierung aktuell Gedanken mache, ob sie mit der flächendeckenden 2G-plus-Regelung auf dem richtigen Weg sei, teilte das Gremium des niedersächsischen Städtetages am Freitag mit. Die Konferenz hält eine flächendeckende 2G-plus-Regel für einen "Lockdown durch die Hintertür". Zudem würde die strikte Anwendung zu einem massiven Vertrauensverlust bei den Geimpften führen, sagte der Vorsitzende Frank Klingebiel, der Oberbürgermeister von Salzgitter ist. Derzeit gebe es zu wenig Testmöglichkeiten, zudem könne das Corona-Virus bei geimpften Personen über einen Schnelltest nicht in jedem Fall sicher nachgewiesen werden.

Dass Menschen mit einer Corona-Auffrischungsimpfung von der Testpflicht befreit werden sollen, sei gut, löse aber das Problem nicht, so Klingebiel. "Im Gegenteil: Dadurch wird ein noch größerer Run auf die Booster-Impfungen ausgelöst, der ebenfalls nicht befriedigt werden kann", so Klingebiel. Denn es fehle an Impfstoff, und Hausarztpraxen sowie mobile Impfteams seien ausgelastet. "2G muss flächendeckend wieder zum Maß der Dinge werden", forderte Klingebiel.

© dpa-infocom, dpa:211203-99-248708/2

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