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Nordrhein-WestfalenAngeklagter kündigt Aussage im Prozess um Mordkomplott an

02.07.2026, 15:17 Uhr
Geplanter-Auftragsmord-oder-Angeberei-Archivbild

Ein Drogendealer soll einen Auftragsmord geplant haben. Die Anklage stützt sich auf ein abgehörtes Telefonat und Aussagen aus anderen Verfahren. Der Angeklagte kündigt eine Aussage an.

Düsseldorf (dpa/lnw) - Vor dem Düsseldorfer Landgericht hat der Prozess um einen mutmaßlich geplanten Auftragsmord unter Drogendealern begonnen. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 27-jährigen Angeklagten vor, sich vor rund eineinhalb Jahren an der Planung eines Auftragsmordes beteiligt zu haben. So habe er einen Ex-Soldaten als Auftragskiller anzuwerben versucht. Der Mordanschlag habe einen Mann aus dem Raum Stuttgart töten sollen.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft stützt sich die Anklage unter anderem auf ein von der Polizei mitgeschnittenes Telefonat, das der Angeklagte im Januar 2025 mit einem 37-jährigen Drogenhändler geführt habe.

Der 37-jährige Drogenhändler war Ende März vom Landgericht Düsseldorf zu neun Jahren und elf Monaten Haft verurteilt worden. Als Zeuge verweigerte er nun die Aussage. Seine Anwältin erklärte, das Urteil sei noch nicht rechtskräftig, deswegen stehe ihm weiterhin ein Aussageverweigerungsrecht zu.

In Spanien verhaftet und ausgeliefert

Der Angeklagte äußerte sich beim Prozessauftakt nur zu seinen Personalien. Sein Verteidiger kündigte eine Erklärung am nächsten Verhandlungstag an. Der 27-jährige türkische Angeklagte war Anfang des Jahres in Spanien festgenommen und am 24. Februar nach Deutschland ausgeliefert worden. Für den Prozess sind bis zum 16. Juli vier weitere Verhandlungstage angesetzt. Im Fall einer Verurteilung droht ihm eine Freiheitsstrafe von 3 bis 15 Jahren.

Der Mord war nie ausgeführt worden. In dem früheren Verfahren hatte die Verteidigung des 37-Jährigen behauptet, ihr Mandant habe mit dem Mordkomplott lediglich Eindruck machen wollen, ein Anschlag wäre aber geschäftsschädigend gewesen.

Quelle: dpa

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