Nordrhein-WestfalenNeubaur zu Lützerath: "Harte Zeit für die Grünen"

Düsseldorf (dpa/lnw) - Nordrhein-Westfalens Wirtschafts- und Klimaministerin Mona Neubaur hat Verständnis für die Proteste der Klimabewegung in Lützerath gezeigt, die sich teils auch gegen ihre Partei richteten. "Die letzten Wochen waren eine harte Zeit für die Grünen, auch für mich", sagte sie am Dienstag in Düsseldorf. Neubaur betonte, "dass die Kritik der Klimaschutzbewegung an unseren Beschlüssen in Ordnung ist und für mich aus der Perspektive der Klimaschutzbewegung auch nachvollziehbar".
Es sei klar, dass die Klimaschutzbewegung andere Forderungen stellen müsse als eine Wirtschaftsministerin. Proteste könnten den "Druck der Straße" in den politischen Raum bringen. "Es ist uns Antrieb, diese Kraft des Protests zu nutzen", sagte Neubaur. Solange Proteste friedlich abliefen, würden die Grünen so etwas immer schützen und verteidigen, betonte sie. Dass Gewalt kein Mittel demokratischen Protests sei, hätten alle Vertreter in Spitzenpositionen immer wieder klargemacht.
Der Zorn vieler Klimaschützer hatte sich besonders gegen die Grünen gerichtet, von denen sie sich verraten fühlen. Neubaur verwies auf Erfolge der Grünen: "Ich weiß, was wir erreicht haben, ganz konkret für die Menschen im rheinischen Revier, was wir für den Klimaschutz erreicht haben", sagte sie. Man bestreite einen Teil des 1,5-Grad-Pfads auch durch den vorgezogenen Kohleausstieg. Außerdem habe man eine physische Begrenzung des Tagebaus erreichen können.