Rheinland-Pfalz & SaarlandErwerbstätigkeit von Müttern steigt mit Alter der Kinder

Je älter das jüngste Kind, desto mehr Mütter gehen in Rheinland-Pfalz arbeiten. Besonders deutlich wird das beim Übergang ins Kindergartenalter.
Bad Ems (dpa/lrs) - Fast 71 Prozent der im vergangenen Jahr in Rheinland-Pfalz lebenden rund 400.200 Mütter mit mindestens einem minderjährigen Kind sind erwerbstätig gewesen. Das teilt das Statistische Landesamt unter Berufung auf erste Ergebnisse des Mikrozensus zum Muttertag am Sonntag, 10. Mai, mit.
Je älter das jüngste Kind, desto höher die Erwerbsbeteiligung der Mütter: Hatte das jüngste Kind sein drittes Lebensjahr noch nicht vollendet, waren 37 Prozent von ihnen erwerbstätig. Mit jüngstem Kind im klassischen Kindergartenalter (drei bis unter sechs Jahre) übten dann bereits drei Viertel eine Erwerbstätigkeit aus (75 Prozent). Mit weiter zunehmendem Alter des jüngsten Kindes stieg der Anteil den Angaben zufolge auf mehr als 80 Prozent.
Großteil ist in Teilzeit
Der Wiedereinstieg ins Berufsleben geht jedoch meist mit einer Reduzierung der Arbeitszeit einher, wie das Landesamt mitteilt: Fast drei von vier der erwerbstätigen Mütter waren teilzeitbeschäftigt (73 Prozent), nur 27 Prozent in Vollzeit beschäftigt. Dagegen gingen nahezu 93 Prozent der erwerbstätigen Väter einer Vollzeittätigkeit nach, lediglich 7,5 Prozent waren teilzeitbeschäftigt.
Die Erwerbsbeteiligung der Mütter mit mindestens einem minderjährigen Kind erhöhte sich in den vergangenen zehn Jahren um 3,1 Prozentpunkte, wie das Landesamt weiter mitteilt. In der Statistik werden Menschen mit sogenannter realisierter Erwerbstätigkeit gezählt, das bedeutet, sie sind erwerbstätig, ohne sich in Mutterschutz oder Elternzeit zu befinden.