Rheinland-Pfalz & SaarlandLandrätin im SWR: Haben Waldbrand im Griff

In einem schwer zugänglichen Waldgebiet bei Bad Kreuznach brennt es. Weil dort auch Munition liegt, wurde der Ort Traisen geräumt. Nun gibt es Hoffnung - das hat mit dem Wetter zu tun.
Traisen (dpa/lrs) - Die Löscharbeiten bei dem Waldbrand nahe Bad Kreuznach kommen nach Angaben der Landrätin dank des Regens voran. "Wir haben die Lage im Griff", sagte Bettina Dickes (CDU) am Morgen im SWR.
"Der Regen hat das Feuer nach unten gedrückt", sagte Dickes. Gelöscht ist der Brand noch nicht: Das Feuer sei noch da, es glimme an ganz vielen Stellen, sagte Dickes, "aber zumindest haben wir keine lodernden Flammen nach oben". Auch habe der Wall aus Sprenklern gehalten.
Die Polizei hatte am Morgen gesagt, die Einsatzkräfte würden die Lage nach dem Regen in der Nacht neu beurteilen. Weitere Erkenntnisse zum Brandgeschehen gab es am frühen Morgen zunächst nicht.
Ort vorsorglich geräumt
Das Feuer war am Samstagnachmittag in einem Waldgebiet in der Nähe des Rotenfels an der Nahe ausgebrochen. Wegen der Munition im Boden aus dem Zweiten Weltkrieg gestaltet sich die Brandbekämpfung weiterhin schwierig. Der Ort Traisen war am Sonntag vorsorglich vollständig geräumt worden.
"Die Bilder aus Traisen zeigen, dass wir es nicht mehr mit Ausnahmeereignissen zu tun haben. Waldbrände entwickeln sich zunehmend zu einer sicherheitspolitischen und forstpolitischen Herausforderung", sagte die FDP-Kreisvorsitzende im Westerwald, Jana Gräf. Rheinland-Pfalz müsse seine Wälder konsequenter auf die Folgen des Klimawandels vorbereiten.
"Wir brauchen ausreichend Löschwasserentnahmestellen und Löschteiche, funktionierende und dauerhaft befahrbare Waldwege, Brandschneisen sowie eine konsequente Aufarbeitung von Sturmholz und anderen Brandlasten. Waldschutz bedeutet heute immer auch Bevölkerungsschutz", sagte sie.