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Rheinland-Pfalz & Saarland"Materialschlacht" - Waldbrand-Einsatz wird Tage dauern

29.06.2026, 04:02 Uhr
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Die Flammen lodern in einem schwer zugänglichen Waldgebiet nahe dem Rotenfels. Ein Problem: Dort liegt Munition. Der nahe Ort Traisen ist geräumt. Wann die Menschen zurückkönnen, ist noch unklar.

Traisen (dpa/lrs) - Der Großeinsatz wegen des Waldbrandes in einem schwer zugänglichen Gebiet im Kreis Bad Kreuznach dürfte noch Tage dauern. Wegen der Flammen und der Tatsache, dass der Brand in dem mit Munition belasteten Gebiet nur schwer bekämpft werden kann, war der nahe Ort Traisen am Sonntag komplett geräumt worden. Hinter den Einsatzkräften liegen viele anstrengende Stunden - und es dürften noch viele hinzukommen.

Der Landesbrand- und Katastrophenschutzinspekteur Tom Riedel bezeichnete den Einsatz als eine "Materialschlacht". Es brauche viel Gerät und viel Wasser. Die Landrätin des Landkreises Bad Kreuznach, Bettina Dickes (CDU), sagte, aus anderen Teilen des Landes und auch aus anderen Bundesländern sei Hilfe gekommen. Es sei definitiv ein Einsatz, den man nicht alleine stemmen könne.

Munition in dem Gebiet erschwert Löscharbeiten erheblich

Es brennt in dem Waldareal - einem Naturschutzgebiet in der Nähe des Rotenfels an der Nahe - seit Samstagnachmittag. Nachdem sich herausgestellt hatte, das in dem Gebiet Munition aus dem Zweiten Weltkrieg liegt, war auf Anraten des Kampfmittelräumdienstes eine Sperrzone eingerichtet worden. Das erschwert jedoch die Bekämpfung der Flammen.

Von der am Sonntag abgeschlossenen Räumung der Ortsgemeinde Traisen sind laut Kreis insgesamt rund 650 Menschen betroffen. Die Feuerwehr versucht mit einer dreistelligen Zahl an Kräften, ein weiteres Ausbreiten der Flammen zu verhindern.

Die Bevölkerung wurde explizit gebeten, sich auf eine längere Evakuierung einzurichten. Das Gebiet sei früher eine Entsorgungsfläche für Munition gewesen, erklärte Jörg Dindorf, Leiter Team Medien Katastrophenschutz des Kreises Bad Kreuznach. Ein Einsatz von Löschhubschraubern ist dort nicht möglich.

Funkturm im Fokus

Mit Schneisen und mit Wassersprengern wird versucht, den Brand, der am Sonntagabend bereits rund drei Hektar erfasst hatte, zumindest in Grenzen zu halten. Dafür wurden Bäume gefällt oder Baumkronen über Forstwegen gelichtet. Landesforsten Rheinland-Pfalz war mit Holzerntemaschinen, sogenannten Harvestern, vor Ort.

In dem Sperrgebiet steht auch ein Funkturm, der laut Landrätin Dickes unter anderem für den Funkverkehr des Katastrophenschutzes wichtig ist. Für den Fall eines Ausfalls des Turms sollte ein Ersatzmast bereitgestellt werden - eine Vorsichtsmaßnahme, wie der Brand- und Katastrophenschutzinspekteur (BKI) des Kreises, Alexander Roßkopf, sagte.

Quelle: dpa

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