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Sachsen-Anhalt Großes Interesse an Hilfe für Digitalisierung in der Kultur

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Sachsen-Anhalt Kultureinrichtungen unterstützt Kultureinrichtungen dabei, pandemiesicher zu werden. Die Digitalisierung spielt dabei eine große Rolle. Das Interesse an einem millionenschweren Investitionsprogramm ist da.

Halle/Magdeburg (dpa/sa) - Sachsen-Anhalts Kultureinrichtungen sollen ihren Nutzern mehr digitale Angebote unterbreiten können - an einem entsprechenden Kultur-Investitionsprogramm zeichnet sich großes Interesse ab. Beim Landesverwaltungsamt liegen bisher 81 Bewerbungen für eine Förderung von Digitalisierungsprojekten vor, erklärte eine Sprecherin in Halle. Das bisherige finanzielle Volumen im Rahmen der Bewerbungen betrage rund 5,7 Mio Euro. Stiftungen öffentlichen Rechts hätten sich ebenso beworben wie Kommunen als Träger von Museen, Musikschulen und öffentlichen Bibliotheken sowie freie Träger.

Das 7,2 Millionen Euro schwere Kultur-Investitionsprogramm "Sachsen-Anhalt KIP Digital" soll helfen, die Einrichtungen pandemiesicher zu machen. "In der Corona-Pandemie sind die Defizite der Kulturbranche in ihrer digitalen Infrastruktur offensichtlich geworden. Viele Angebote waren unter Pandemiebedingungen nicht beziehungsweise nur eingeschränkt nutzbar", hieß es aus dem Kulturministerium und der Staatskanzlei. Zusätzlich habe sich der Trend zur digitalen Präsentation kultureller Inhalte deutlich verstärkt. Die Nutzer stellten deutlich höhere Anforderungen an die digitalen Angebote kultureller Einrichtungen.

Laut dem Ministerium können die Verbesserung digitaler Infrastrukturen zum Beispiel Investitionen in eine kontaktarme Besucherbetreuung beinhalten, in moderne Medientechnik, in die Optimierung von Serviceprozessen und Webseiten. Unterstützt werde auch die Vernetzung der Kultureinrichtungen mit Bildungseinrichtungen oder touristischen Anbietern. Die Träger oder Einrichtungen können seit Oktober 2021 beim Landesverwaltungsamt Konzepte einreichen, das Geld - je Einrichtung bis zu 100.000 Euro - fließt letztlich über die Investitionsbank Sachsen-Anhalt. Dort sind den Angaben zufolge bislang noch keine Anträge eingegangen.

Quelle: dpa

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