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Sachsen-AnhaltHändel-Festspiele: Veranstalter wollen neuen Weg weitergehen

15.06.2026, 12:40 Uhr
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(Foto: Sebastian Willnow/dpa)

Händel ist ein fester Bestandteil der Stadtgeschichte in Halle. Doch nicht jeder dort hat schon mal von ihm gehört. Das wollen die Veranstalter der Händel-Festspiele ändern - und sehen Erfolge.

Halle (dpa/sa) - Die Veranstalter der Händel-Festspiele haben sich nach der diesjährigen Fest-Ausgabe zufrieden gezeigt. "Der große Zuspruch des Publikums bestärkt uns darin, diesen Weg konsequent weiterzugehen", sagte Intendant Florian Amort. Er stand diesmal erstmalig an der Spitze des Festes. Sein Ziel war es, mit neuen Formaten neue Zielgruppen anzulocken.

Während der zehn Festivaltage seien gut 52.000 Besucherinnen und Besucher gezählt worden, teilten die Veranstalter mit. Damit habe die Auslastung bei 89 Prozent gelegen und somit deutlich höher als im Vorjahr.

An dem Programm in diesem Jahr hätten rund 1.300 Menschen aus aller Welt mitgewirkt. Die Festspiele zwischen dem 5. und dem 14. Juni standen in diesem Jahr unter dem Motto "Mannsbilder: Helden, Herrscher, Herzensbrecher". Auf dem Programm standen 80 Veranstaltungen an 27 Spielorten. Neben Opern, Oratorien und Konzerten waren auch Partys in der Stadt, Filmvorstellungen, Workshops und ein Fest für Familien im Händel-Haus geplant. So sollten Menschen erreicht werden, die das Festival in der Vergangenheit nicht erreichte.

Nächstes Jahr geht es um Einsamkeit

Der Fokus des Opernprogramms der Festspiele lag in diesem Jahr auf der Neuproduktion von Georg Friedrich Händels "Rinaldo". Der Komponist wurde 1685 in der Saalestadt geborenen. Dirigent und Countertenor René Jacobs sollte mit dem Händel-Preis ausgezeichnet werden.

Nach verschiedenen Stationen wie in Italien lebte Händel in London, wo er 1759 starb. Händel war laut Experten zu seiner Zeit ein Superstar. Bis heute wird sein Musikschaffen weiter erforscht, Stücke werden weltweit gespielt.

Im nächsten Jahr sollen die Händel-Festspiele vom 3. bis zum 13. Juni unter dem Motto "Einsamkeit. Am I myself alone?" stattfinden. Dabei sollen die verschiedenen Formen von Einsamkeit in Vergangenheit und Gegenwart im Vordergrund stehen.

Quelle: dpa

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