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Sachsen-Anhalt Pilzsaison in Sachsen-Anhalt "hundsmiserabel" gestartet

Ein Maronenröhrling wird in der Colbitz-Letzlinger-Heide bei Cröchern mit einem Messer abgeschnitten.

(Foto: Jens Wolf/dpa-Zentralbild/dpa/Ar)

Pilze sind in diesem Jahr in Sachsen-Anhalt besonders rar. Schuld daran sind wenig Niederschläge im Sommer und trockene Böden. Der Regen der letzten Wochen lässt jedoch hoffen.

Magdeburg (dpa/sa) - Das Pilzwachstum lässt in Sachsen-Anhalt noch zu Wünschen übrig. Bisher sei die Pilzsaison "hundsmiserabel" gestartet, sagte der Vorsitzende des Landesverbands der Pilzsachverständigen Sachsen-Anhalt, Martin Groß, der Deutschen Presse-Agentur. Aufgrund der starken Trockenheit sei das Jahr bislang eines der schlechtesten überhaupt. "Ohne Regen wachsen keine Pilze", sagte Groß. Die Pilze bestünden aus rund 90 Prozent Wasser - ohne Wasser im Boden könnten sie keine Fruchtkörper bilden.

In einzelnen Regionen sei ein minimal besseres Wachstum zu verzeichnen. Allerdings gibt es noch Hoffnung: In den letzten Wochen habe es relativ ergiebige Regenfälle gegeben, weshalb man mancherorts mit gutem Pilzwachstum in den Herbst hinein rechnen könne, sagte Groß.

Der Pilzexperte warnte davor, sich bei der Bestimmung von Pilzen blind auf Smartphone-Apps zu verlassen. "Pilz-Apps sind gut und schön, setzen aber bestimmte Grundkenntnisse voraus, sonst geht das schief", sagte er. Die Gefahr, Pilze zu verwechseln und sich im schlimmsten Fall zu vergiften, sei zu groß. "Wer sich wirklich genau informieren will, geht zu einer Pilzberatung." Auf der Homepage hat der Landesverband eine Liste mit Beraterinnen und Beratern, die kostenlos zurate gezogen werden können.

Quelle: dpa

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