Sachsen-AnhaltStimmung im Handwerk trübt sich weiter ein

Halle (dpa/sa) - Die Handwerksbetriebe im Süden Sachsen-Anhalts blicken mit Sorge auf ihre Geschäftsentwicklung. Die Stimmung sei aber "wegen der positiven Meldungen aus den Bauhaupt- und Ausbauhandwerken noch gut", hieß es im aktuellen Konjunkturbericht der Handwerkskammer (HWK) am Donnerstag. Dennoch befürchteten die Betriebe über die Branchen hinweg negative Entwicklungen - insbesondere durch weitere Preissteigerungen und Auswirkungen des Ukraine-Kriegs.
"Nicht wenige Betriebe erwarten böse Überraschungen bei den Kosten in den nächsten Wochen", sagte Thomas Keindorf, Präsident der Handwerkskammer Halle. Wenn nicht schnell gehandelt werde, drohten Betriebsschließungen.
Die Konjunkturzahlen lassen Rückschlüsse auf die Stimmung im Handwerk bisher kaum zu. Die Zahl der Beschäftigten stieg im dritten Quartal 2022 leicht um 500 auf 64.500, wie es in dem Bericht hieß. Auch die Umsätze stiegen um durchschnittlich fünf Prozent. Allerdings müssten die Zuwächse als nominales Umsatzwachstum verstanden werden, das vor allem auf der Weitergabe von Kostensteigerungen bei Vorprodukten und Energie an die Kunden beruhe.