SachsenBSW: Waldbrand zeigt Versäumnisse beim Bevölkerungsschutz

Der erneute Waldbrand in der Gohrischheide zeigt, wie schwierig der Einsatz munitionsbelastete Flächen ist. Das BSW kritisiert etwa fehlende Spezialfahrzeuge.
Zeithain/Dresden (dpa/sn) - Der Waldbrand in der Gohrischheide zeigt aus Sicht des BSW in Sachsen Versäumnisse beim Bevölkerungsschutz. "Sachsen verfügt selbst nicht über ausreichend geschützte Spezialtechnik für Einsätze auf munitionsbelasteten Flächen. Im Ernstfall auf Unterstützung von außen angewiesen zu sein, kostet wertvolle Zeit", so Jens Hentschel-Thöricht von der Fraktion Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW). Er verwies darauf, dass für den Einsatz auf der munitionsbelasteten Fläche erst ein gepanzertes Löschfahrzeug aus Sachsen-Anhalt zur Unterstützung angefordert wurde.
Die BSW-Fraktion im Landtag fordert die Beschaffung eigener geschützter Löschfahrzeuge sowie ein langfristiges Konzept für den Brandschutz auf ehemaligen Truppenübungsplätzen und munitionsbelasteten Gebieten. "Spätestens nach den schweren Waldbränden der vergangenen Jahre hätte jedem klar sein müssen, dass diese Einsätze keine Ausnahme mehr sind", so Hentschel-Thöricht.
Die Gohrischheide gilt wegen der dort im Boden liegenden Altmunition als besonders schwierig für Löscharbeiten. Teile des Naturschutzgebietes auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz können von Feuerwehrkräften wegen der Explosionsgefahr nicht betreten werden.