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SachsenHitze sorgt für gestresste Fische in Gewässern

13.07.2026, 12:24 Uhr
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(Foto: Pavlíèek Lubo·/CTK/dpa)

Steigende Temperaturen setzen Sachsens Fischen zu: In Fließgewässern werden die Lebensbedingungen für Lachs und Forelle zunehmend schwierig. Was Experten zur Lage sagen.

Dresden/Wermsdorf (dpa/sn) - Hitzeperioden und wenig Niederschlag sorgen für zunehmend gestresste Fischbestände in Sachsens Gewässern. Betroffen sind nach Angaben des Landesverbandes Sächsischer Angler vor allem Lachs- und Forellenfische in Fließgewässern. "Es gab zum Beispiel in der Chemnitz auch schon ein kleineres Fischsterben, wo eine ganze Reihe an Bachforellen verendet sind", sagte Martin Schuster, Sprecher des Landesverbands, der Deutschen Presse-Agentur in Dresden.

Niedrige Pegelstände und wenig Niederschlag würden teils zu schwierigsten Bedingungen für die Fische führen. Wassertemperaturen oberhalb von 20 Grad könnten demnach für manche der Fischarten in Fließgewässern bereits lebensbedrohlich sein. "Die müssen sich jetzt wirklich die tieferen Regionen, also die tiefen Flussabschnitte suchen, wo halt eben noch ein bisschen Sauerstoff vorhanden ist." Das sei aber längst nicht mehr überall gegeben, so Schuster.

Landesverband: "Forellen angeln sollte man lassen"

Einschränkungen für Angler in den sächsischen Angelgewässern sind dem Landesverband allerdings keine bekannt. Eine Sperrung von Gewässern gebe es nur in absoluten Ausnahmefällen, etwa bei einem außergewöhnlichen Fischesterben. Ansonsten setze man darauf, dass Vereinsmitglieder kompetent genug seien, gestresste Fischbestände nicht zusätzlich unter Druck zu setzen. Schuster nannte als Beispiel: "Forellen angeln sollte man bei diesen Umständen wirklich unterlassen."

Auch Georg Stähler, Geschäftsführer der Teichwirtschaft Wermsdorf, berichtet von zunehmend schwierigen Bedingungen in den 50 Teichen des Betriebs. Zu wenig Wasser sei der erste Grund: Die Füllstände seien teils niedrig - je nach Gewässer bei etwa 50 bis 60 Prozent. "Zweiter Grund ist die Hitze, wo Wassertemperaturen um die 30 Grad entstanden sind, die für einige Fischarten tödlich geendet haben." Rund eine Tonne Fisch sei bislang verendet - vorwiegend Hechte und Störe, berichtet Stähler. "Das ist also noch nichts Gravierendes für insgesamt ein Jahr, aber es ist halt ärgerlich."

Teichwirtschaft: Weniger Futter führt zu weniger Wachstum

"Dazu kommt, dass ich in der Zeit so wenig füttern kann." Denn bei mehr Futter würden die Tiere auch mehr Sauerstoff verbrauchen - die bis zu fünffache Menge, so der Experte. Die Folge des wenigen Fütterns ist, dass "die Fische schlecht wachsen und man damit halt auch wirtschaftlichen Schaden nimmt, weil einfach die Fische die Größe, den Zuwachs nicht erreichen", so Stähler. Karpfen seien hohe Wassertemperaturen noch am ehesten gewohnt und würden mit den Bedingungen besser zurechtkommen.

Noch sei die Lage nicht kritisch. Das könne sich aber ändern, sollte es weitere Hitzeperioden geben und sollten größere Niederschläge weiter ausbleiben. "August, das ist so der kritischste Monat - und da sind wir noch nicht."

Quelle: dpa

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