SachsenJungvögel aus überhitzten Nestern geflohen

Hunderte Vogelküken flüchteten vor der Hitze aus ihren Nestern - und fielen auf den Boden. Viele Wildvogel-Pflegestationen in Sachsen sind voll.
Leipzig (dpa/sn) - Hunderte Vogelküken sind bei der jüngsten Hitzewelle aus ihren überhitzten Nestern geflüchtet, zu Boden gefallen - und nun auf menschliche Hilfe angewiesen. Vor allem aus den Nestern gesprungene Mauersegler füllen nun die meist ehrenamtlich betriebenen Wildtierpflegestationen in Sachsen, wie Karsten Peterlein von der Wildvogelhilfe Leipzig sagte. Für seine Station gilt inzwischen ein Aufnahmestopp.
Auch bundesweit seien viele Wildtierpflegestationen voll belegt oder stünden kurz davor, berichtete Peterlein. "Es ist eine Katastrophe." Besonders dramatisch sei die Lage in den aufgeheizten Großstädten gewesen. Während der Hitzewelle seien im Raum Leipzig mehr als 500 Meldungen zu gefundenen Mauerseglerküken eingegangen. 76 Küken konnten in der Wildvogelhilfe Leipzig aufgenommen werden. "Für mehr fehlen uns Zeit, Personal und Geld."