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SachsenNeuer Anlauf für Elektrifizierung der Trasse Dresden-Görlitz

07.07.2026, 18:29 Uhr
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Seit mehr als zwanzig Jahren wird über die Elektrifizierung der Bahnstrecke Dresden-Görlitz gesprochen, passiert ist wenig. Nun wollen Politiker aus Ostsachsen neuen Druck machen.

Görlitz (dpa/sn) - Politiker aus Ostsachsen unternehmen gemeinsam mit dem Infrastrukturministerium einen neuen Anlauf, um bei der Elektrifizierung der Bahnstrecke Dresden-Görlitz endlich voranzukommen. Ende Juni habe sich ein parteiübergreifender Parlamentskreis gebildet, der sich beim Bund für das Vorhaben einsetzen solle, teilte das Landratsamt Görlitz mit. Infrastrukturministerin Regina Kraushaar (CDU) habe die Schirmherrschaft übernommen.

"Es ist keine schöne Bilanz, die wir ziehen müssen: Seit mehr als zwanzig Jahren wird über diese Strecke geredet", erklärte Kraushaar. Elektrifiziert ist sie aber bis heute nicht. Auch für den grenzüberschreitenden Verkehr nach Polen ist sie ein Hemmschuh.

Bisher nur "potenzieller Bedarf"

Im Bundesverkehrswegeplan ist die Strecke laut Landratsamt derzeit nur als "Potenzieller Bedarf" eingestuft. Das Kosten-Nutzen-Verhältnis - zuletzt bewertet im Jahr 2018 - gilt als zu schlecht. Der Parlamentskreis will sich jetzt dafür einsetzen, dass die Strecke zum "Vordringlichen Bedarf" hochgestuft wird. Seit 2018 hätten sich wesentliche Dinge verändert, eine Neubewertung könnte ein besseres Ergebnis bringen, so die Argumentation.

Die Strecke ist nicht nur wichtig für die Anbindung der Oberlausitz an die Landeshauptstadt Dresden. Sie könnte auch eine wichtige Achse nach Osteuropa sein. Schon 2003 wurde in einem deutsch-polnischen Abkommen eine durchgängig elektrifizierte Strecke zwischen Breslau, Görlitz und Dresden vereinbart. Polen hat das längst umgesetzt, Deutschland nicht.

Quelle: dpa

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