ThüringenFinanzämter geben länger telefonisch Auskunft

Steuerfragen am Telefon klären? Ab Juni nehmen sich die Finanzämter in Thüringen mehr Zeit für diese Anliegen. Allerdings ist an einem Tag auch früher Schluss.
Erfurt (dpa/th) - Steuerzahler können sich künftig zwei Stunden pro Woche länger an ihr Finanzamt wenden, um telefonisch Auskünfte zu erhalten. Man habe sich entschieden, die Erreichbarkeit der telefonischen Auskunftsstellen auszuweiten, sagte Thüringens Finanzministerin Katja Wolf (BSW). Ab 1. Juni sind die Finanzämter montags, dienstags und donnerstags auch in der Zeit zwischen 12 und 13 Uhr erreichbar. Am Donnerstag wird die Telefonzeit aber nur noch bis 17 Uhr statt wie bisher bis 18 Uhr angeboten.
Zwei Stunden mehr an Telefonzeit
"Für Anliegen, welche nicht sofort telefonisch geklärt werden können, ist selbstverständlich auch weiterhin der persönliche Kontakt möglich", sagte Wolf. Die zwei Stunden Plus bei den Telefonzeiten fielen in Zeiträume mit besonders starker Nachfrage, so Wolf.
Die telefonischen Auskunftsstellen waren vor einigen Jahren an die Stelle der Servicestellen getreten, mit denen ein persönlicher Kontakt noch möglich gewesen war. Die jeweilige Telefonnummer für das zuständige Finanzamt ist unter finanzamt.thueringen.de abrufbar.
Kompetenzzentrum für elektronische Steuererklärung
Wolf kündigte zum 1. Juni auch ein Elster-Kompetenzzentrum an. Ein Expertenteam soll demnach alle Fragen rund um die elektronische Steuererklärung erläutern - etwa zur Registrierung oder Anmeldung. Das Elster-Kompetenzzentrum ist unter 0361 57 3631 200 erreichbar.
Nach Angaben von Wolf wurden im vergangenen Jahr 877.366 Steuerfälle von den Finanzämtern veranlagt, 2.583 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kümmerten sich darum. Das Steueraufkommen betrug rund 9,03 Milliarden Euro, im Jahr 2024 waren es noch rund 8,8 Milliarden Euro. Mehr als eine Milliarde Euro machte im Jahr 2025 die Einkommenssteuer aus. Die Körperschaftssteuer, die vor allem von Unternehmen gezahlt wird, lag nach Angaben von Wolf 12,1 Prozent unter dem Aufkommen des Jahres 2024.