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ThüringenWeiterer Rückgang bei Flüchtlingsankünften in Thüringen

11.07.2026, 13:21 Uhr
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Bundesweit sinkt die Zahl der neu ins Land kommenden Asylsuchenden seit einiger Zeit. Auch in Thüringen ist diese Entwicklung zu beobachten.

Erfurt (dpa/th) - Die Zahl der nach Thüringen kommenden Flüchtlinge geht weiter zurück. Im ersten Halbjahr wurden 975 Asylsuchende im Freistaat aufgenommen, wie Landesverwaltungsamt und Migrationsministerium auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mitteilten. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es noch 1.458, insgesamt kamen im vergangenen Jahr 2.761 Schutzsuchende nach Thüringen.

Nach wie vor sind Afghanistan und Syrien Hauptherkunftsländer der Geflüchteten. Aus Afghanistan kamen zwischen Januar und Ende Juni 341 Menschen, aus Syrien 117. Auf dem dritten Platz der Herkunftsländer folgt Algerien mit 88 Schutzsuchenden. 86 Asylsuchende kamen aus der Türkei, 45 aus Russland. Das Jahr mit den bislang meisten Flüchtlingsankünften war 2015, als mehr als 32.000 Menschen in Thüringen aufgenommen wurden.

Bundesweit sind die Asylzahlen seit einiger Zeit rückläufig. An allen deutschen Landesgrenzen gibt es seit dem 16. September 2024 wieder Grenzkontrollen bei Einreisen. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) hatte nach seinem Amtsantritt im April 2025 eine Intensivierung der Kontrollen verfügt und die Bundespolizei angewiesen, auch Asylbewerber zurückzuweisen - mit Ausnahme von Kranken, Schwangeren und anderen Menschen, die besonderer Hilfe bedürfen.

233 Menschen abgeschoben, darunter 62 Kinder

Aus Thüringen abgeschoben wurden den Landesbehörden zufolge in diesem Jahr bislang 233 Menschen (Stand: 31. Mai). Abschiebungsziele waren 24 Länder, darunter Afghanistan, Russland und mehrere afrikanische Staaten. Aber auch in die EU-Länder Polen und Niederlande wurden Menschen gebracht, ebenso in die Balkan-Staaten Albanien, Serbien, Bosnien-Herzegowina und Nordmazedonien. Diese gelten als sichere Herkunftsländer.

Unter den Abgeschobenen waren 62 Kinder. Keine Angaben machten die Behörden zur Zahl von Straftätern unter den Abgeschobenen und dazu, in welchem Ausmaß unbescholtene integrierte Menschen mit Job außer Landes gebracht wurden. Diese Zahlen würden nicht erhoben, hieß es.

Quelle: dpa

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