Ausgaben im BlickSechs-Jars-Methode: Was dahintersteckt und was sie wirklich bringt

Am Monatsende bleibt oft die gleiche Frage: Wo ist das ganze Geld geblieben? Genau an diesem Punkt setzt die sogenannte Sechs-Jars-Methode, auch Sechs-Konten-Modell genannt, an.
Das Budgetierungssystem wurde vom kanadischen Autor und Motivationstrainer T. Harv Eker entwickelt und verfolgt einen einfachen Ansatz: Statt das gesamte Einkommen über ein einziges Konto zu verwalten, wird es auf sechs getrennte Budgets verteilt. Jedes davon erfüllt einen klar definierten Zweck. Das soll helfen, bewusster mit Geld umzugehen.
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So funktioniert die Sechs-Jars-Methode
Ursprünglich wurde das Geld tatsächlich physisch auf sechs Gläser (engl. Jars) oder Behälter verteilt. Heute setzen viele die Methode digital um – etwa mit mehreren Bankkonten oder Unterkonten innerhalb einer Banking-App. Nach dem Gehaltseingang werden die festgelegten Beträge automatisch auf die einzelnen Töpfe verteilt. Dadurch steht für jeden Lebensbereich nur das Budget zur Verfügung, das zuvor eingeplant wurde. Folgende Unterteilung ist dabei vorgesehen:
55 Prozent für den täglichen Lebensunterhalt wie Miete, Lebensmittel oder Versicherungen
10 Prozent als langfristiger Vermögensaufbau
10 Prozent für Bildung und persönliche Weiterentwicklung
10 Prozent für Freizeit und Wünsche
10 Prozent für Rücklagen
5 Prozent zum Verschenken oder für wohltätige Zwecke
Die Prozentwerte sind dabei keine festen Regeln, sondern dienen als Orientierung. Je nach individueller Lebenssituation kann die Aufteilung auch anders aussehen. Entscheidend ist, dass jeder Euro von Beginn an einem konkreten Zweck zugeordnet wird.
Tagesgeldkonten eignen sich als Budgettopf
Gerade für den Budgettopf, der für Rücklagen oder kurzfristige Sparziele vorgesehen ist, bietet sich auch ein Tagesgeldkonto an. So bleibt das Geld jederzeit erreichbar, während es meist höher verzinst wird als auf vielen klassischen Girokonten. Aktuell werben mehrere Banken mit spannenden Neukundenaktionen.
Postbank: 3,2 Prozent p. a. auf Neugeld
Die Postbank bietet Neukunden im Rahmen einer Neugeldaktion einen Zinssatz von 3,2 Prozent p. a. (pro Jahr) für sechs Monate. Das Angebot richtet sich an Kunden, die frisches Kapital zur Postbank bringen und dieses auf ein neues oder aktionsberechtigtes Tagesgeldkonto einzahlen. Nach Ablauf des Aktionszeitraums gilt wieder der variable Standardzins.
Zinssatz: 3,2 Prozent p. a. für 6 Monate
Aktionszinszeitraum: 15. August 2026 bis 14. Februar 2027
Voraussetzung: Aktionszins für Neugeld ab 2.500 Euro bis maximal 250.000 Euro
Einzahlungszeitraum: bis 10. August 2026
Einlagensicherung: deutsche gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 Euro sowie zusätzlicher Einlagensicherungsfonds
Hinweis: Die Konditionen von Finanzprodukten können sich schnell ändern. Sollten sich etwa die Zinsen von den hier angegebenen unterscheiden, hat der Anbieter sie nach Veröffentlichung des Artikels angepasst.
Norisbank: Bis zu 4,0 Prozent p. a. bei Girokontoeröffnung
Mit einem Aktionszins von 4,0 Prozent p. a. bietet die Norisbank derzeit den höchsten Zinssatz im Vergleich. Voraussetzung ist die Eröffnung eines Girokontos, über das automatisch auch das Tagesgeldkonto eingerichtet wird. Das Girokonto ist kostenlos für alle unter 30 Jahren oder ab 500 Euro Geldeingang pro Monat. Die tatsächliche Dauer der Zinsgarantie hängt vom Zeitpunkt der Kontoeröffnung ab, da die Aktion Ende Dezember ausläuft.
Zinssatz: 4,0 Prozent p. a.
Zinsgarantie: vom 1. Juli bis zum 31. Dezember 2026
Maximalanlage: 250.000 Euro
Zinsgutschrift: quartalsweise
Einlagensicherung: bis 100.000 Euro durch Deutschland (AAA)
Voraussetzung: Eröffnung eines Girokontos
BBVA: 3,5 Prozent auf Girokontoguthaben
Die spanische BBVA verzinst das Guthaben auf einem kostenlosen Girokonto in den ersten sechs Monaten mit 3,5 Prozent p. a. Das Guthaben bleibt jederzeit verfügbar und eignet sich damit ähnlich gut für kurzfristige Rücklagen wie ein klassisches Tagesgeldkonto. Ein zusätzlicher Pluspunkt ist die monatliche Zinsgutschrift.
Zinssatz: 3,5 Prozent p. a.
Laufzeit: für 6 Monate
Aktionszins: für Guthaben bis 200.000 Euro
Einlagensicherung: über Spanien bis 100.000 Euro
Voraussetzung: Eröffnung eines Girokontos
Consorsbank: 3,4 Prozent auf Tagesgeld
Die Consorsbank zahlt Neukunden für fünf Monate einen garantierten Zinssatz von 3,4 Prozent p. a. Voraussetzung ist die Eröffnung eines Tagesgeldkontos inklusive Wertpapierdepot. Durch die hohe Maximalanlage eignet sich das Angebot auch für größere Vermögen. Das Wertpapierdepot kann gut für den langfristigen Vermögensaufbau verwendet werden.
Zinssatz: 3,4 Prozent p. a.
Laufzeit: 5 Monate, vierteljährliche Zinsgutschrift
Aktionszins: für Einlagen bis 1 Million Euro
Einlagensicherung: gesetzliche Sicherung über Frankreich bis 100.000 Euro sowie freiwilliger Einlagensicherungsfonds des Bundesverbands deutscher Banken bis 3 Millionen Euro
Voraussetzung: Eröffnung eines Tagesgeldkontos inklusive Wertpapierdepot
Was bringt die Methode wirklich?
Die Sechs-Jars-Methode kann insbesondere Menschen helfen, die ihre Finanzen übersichtlicher organisieren möchten. Wer feste Budgets für verschiedene Lebensbereiche definiert, läuft seltener Gefahr, ungeplant Geld auszugeben. Gleichzeitig wird das regelmäßige Sparen zu einer festen Gewohnheit.
Allerdings ersetzt die Methode keine Anlagestrategie. Das Geld, das für Notgroschen oder kurzfristige Sparziele vorgesehen ist, sollte nicht unverzinst auf dem Girokonto liegen. Es kann sinnvoll sein, diese Rücklagen auf einem gut verzinsten Tagesgeldkonto zu parken. Postbank und Co. bieten spannende Neukundenaktionen. Das Guthaben bleibt jederzeit verfügbar und erwirtschaftet gleichzeitig Zinsen.