Früh gekürzt ist halb gewonnen? Den Rasen im März mähen: Darauf kommt es jetzt an

Der März kann bereits ein guter Zeitpunkt für den ersten Rasenschnitt des Jahres sein. Der Kalender allein reicht aber nicht für den perfekten Zeitpunkt. Wir zeigen, worauf es ankommt.
Nach dem Winter zeigt sich der Rasen oft wenig ansehnlich: Halme liegen flach, an manchen Stellen entstehen Lücken, dazu bleiben Laub und andere Winterspuren zurück. Ab März beginnt deshalb in vielen Gärten die Frühjahrsroutine. Der erste Schnitt gehört dazu, aber nicht automatisch und schon gar nicht zu früh. Maßgeblich ist vor allem, ob die Fläche bereits wieder im Wachstum ist.
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Bester Zeitpunkt fürs erstes Mähen: Der Kalender allein reicht nicht
Wer den Rasen bereits im März mähen will, sollte zuerst auf seine Grasfläche schauen und erst dann auf den Kalender. Ist der Boden noch sehr nass, wirken die Halme plattgedrückt oder stehen noch kalte Nächte an, ist Zurückhaltung beim Rasenschnitt oft die bessere Wahl. Garten-Experten raten dazu, erst dann zu mähen, wenn sich das natürliche Wachstum wieder eingestellt hat und das Gras nach ein paar Sonnentagen trockener ist.
Ein früher Schnitt im März kann durchaus sinnvoll sein, vor allem, wenn das Wetter schon länger mild ist. Pflicht ist er aber nicht. Entscheidend ist viel mehr, dass der Rasen wieder wächst. Erst dann wird das erste Mähen zu einer sinnvollen Pflegemaßnahme.
Rasenmähroboter für die stressfreie Rasenpflege
Wer seinen Rasen die ganze Saison über automatisiert pflegen möchte, kann dafür auf einen Rasenmähroboter zurückgreifen. Viele Geräte funktionieren mittlerweile ganz ohne Begrenzungskabel, können mehrere Rasenflächen kartieren und in Zonen gezielt arbeiten. Eines dieser Geräte für kleine bis mittlere Rasenflächen ist der Eufy E15.
Das Gerät ist laut Hersteller auf Flächen bis 800 Quadratmeter ausgelegt. Der E15 kartiert den Rasen dabei per Kamera und navigiert ohne Begrenzungskabel. Eufy verspricht dabei bis zu 120 Minuten Akkulaufzeit und Aufladung innerhalb von 90 Minuten.
Die Details:
Für Rasenflächen bis 800 m²
Kamera-Navigation ohne Begrenzungskabel
Steuerung per App
120 Minuten Akkulaufzeit
inkl. Gratis-Garage
Hinweis: Die Preise sind volatil und die Händler passen bisweilen auch die unverbindliche Preisempfehlung (UVP) an. Sollten sich die Preise von den hier angegebenen unterscheiden, haben die Händler sie nach Veröffentlichung des Artikels geändert.
Beim ersten Schnitt zählt Zurückhaltung
Der erste Schnitt im Jahr sollte den Rasen nicht auf Sommermodus trimmen, sondern ihn erstmal vorsichtig in Form bringen. Zu tief eingestellte Messer sind gerade im frühen Frühjahr ein häufiger Fehler. Das Fachmagazin Mein schöner Garten empfiehlt für diesen Zeitpunkt eine Schnitthöhe von etwa fünf bis sechs Zentimetern. Das hat einen einfachen Grund: Bis Mai kann es durchaus noch einmal richtig kalt werden, und sehr kurz geschnittene Flächen sind im Frost dann deutlich anfälliger.
Grundsätzlich hilft hier laut Experten die Ein-Drittel-Regel. Dabei wird nie mehr als rund ein Drittel der Halmlänge auf einmal entfernt. Für Gebrauchsrasen gelten etwa vier Zentimeter als gute Zielhöhe, auf schattigen Flächen sollte der Rasen nicht unter fünf Zentimeter fallen. Wer zu viel auf einmal abschneidet, stresst die Fläche unnötig und erzeugt schnell kahle Stellen.
Genau deshalb ist ein moderater erster Schnitt oft besser als ein radikaler Neustart. Der Rasen soll sich früh im Jahr verdichten, nicht ständig wieder erholen müssen. Ein eher vorsichtiger Schnitt ist im Frühjahr also die robustere Strategie.
Elektro-Mäher von Einhell für eher kleine Flächen
Wer im Garten eine eher kleinere Rasenfläche bis 250 Quadratmeter mähen muss, wird bei kompakten Elektro-Mähern fündig. Moderne Geräte wie der Einhell GE-CM 18/32 C Li BL-Solo verlassen sich dabei nicht mehr auf nervige Verlängerungskabel, sondern werden von Akkus angetrieben. Der Einhell-Mäher kann dabei 18V-Stromspeicher der Einhell-Familie Power-X-Change benutzen, wobei die Laufzeit entsprechend von der Kapazität des verwendeten Akkus abhängt. Die Schnitthöhe ist in fünf Stufen verstellbar, der Grasfangkorb fasst 27 Liter.
Die Details:
Betrieb mit Einhell Power-X-Change 18V-Akkus (nicht im Lieferumfang)
Schnitthöhe zwischen 30 bis 70 mm in 5 Stufen einstellbar
Schnittbreite: 31 cm
Fangkorb-Volumen von 27 l.
Mähen im März: Erst aufräumen und prüfen
Bevor der Mäher startet, lohnt sich ein kurzer Blick auf die Fläche. Äste, Laubreste, Zapfen und andere Winterspuren sollten weg. Das schützt nicht nur die Messer, sondern führt auch dazu, dass die Halme sauber geschnitten und nicht stumpf abgeschlagen werden. Ebenfalls wichtig: scharfe Messer am Mäher und trockener Rasen. Dann klappt ein sauberer, gleichmäßiger Schnitt.
Gerade im März macht dabei nasses Gras oft Probleme. Es klebt, legt sich schneller um und wird vom Mäher häufig nicht gleichmäßig erfasst. Das Ergebnis sieht dann unruhig aus und belastet den Rasen am Ende mehr, als es nützt. Wer vor dem ersten Schnitt kurz aufräumt, das Gerät kontrolliert und eine Trockenphase abwartet, spart sich oft den zweiten Durchgang.
Auch Kanten und schwer zugängliche Stellen spielen zu diesem Zeitpunkt eine Rolle. Nach dem Winter wirkt nicht die ganze Fläche gleichmäßig. Ein sauber vorbereiteter erster Schnitt ermöglicht deshalb oft mehr Ordnung, ohne, dass der Rasen schon stark beansprucht wird. Wer sich gut auf die ersten Arbeiten im Garten vorbereiten möchte, wird bei Amazon fündig. Hier gibt es zum Beispiel passende Arbeitshandschuhe, Rechen und Co.
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Nach dem Mähen beginnt die eigentliche Frühlingspflege
Mit dem ersten Schnitt ist die Arbeit aber meist nicht erledigt. Nach dem Mähen folgt im Frühjahr oft die Düngung. Viele Rasen-Experten empfehlen dabei, den Rasen zunächst in Form zu bringen und ihn erst dann mit den wichtigen Nährstoffen zu versorgen. Wichtig ist vor allem, nicht alles an einem Tag und nicht im falschen Zustand des Rasens erledigen zu wollen.
Besonders beim ebenfalls wichtigen Vertikutieren ist Geduld gefragt. Die ersten warmen Tage im März verleiten schnell dazu, den kompletten Frühjahrsputz auf einmal durchzuziehen. Genau das kann aber zu früh sein. Mein schöner Garten empfiehlt, nicht vor Mitte April zu vertikutieren. Vorher wächst der Rasen noch nicht kräftig genug, um die entstehenden Lücken schnell zu schließen. Wer noch keinen Streuwagen für Rasensamen und Dünger besitzt, wird ebenfalls bei Amazon fündig. Hier gibt es beispielsweise ein Modell von Einhell für rund 23 Euro.
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Wer zudem noch auf der Suche nach dem passenden Rasendünger ist, kann den ebenfalls bei Amazon in den Einkaufswagen klicken. Den Bestseller von Turbogrün gibt es hier im 20-Kilogramm-Beutel (reicht laut Hersteller für 1.000 Quadratmeter) derzeit für rund 53 Euro.
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Fazit: Im März nicht früh, sondern richtig mähen
Der März ist nicht automatisch der perfekte Monat zum Rasenmähen. Er kann aber ein guter Startpunkt sein, wenn das Gras wieder wächst, die Fläche trocken ist und der erste Schnitt bewusst zurückhaltend ausfällt. Genau dann bringt das Mähen den Rasen wieder in Form, ohne ihn gleich zu überfordern.



