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Günstiger LadenDer ideale Stromtarif fürs E-Auto? Darauf kommt es an

04.06.2026, 12:05 Uhr
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Zu Hause zu laden, ist komfortabel – mit dem richtigen Tarif kann es auch günstiger werden. (Foto: IMAGO / Robert Poorten)

Wer sein Elektroauto zu Hause lädt, kann mit dem passenden Stromtarif bares Geld sparen. Wir zeigen, worauf es bei der Wahl des richtigen Tarifes ankommt.

Das Elektroauto macht den Stromtarif im Haushalt wichtiger. Wer regelmäßig zu Hause lädt, verschiebt nämlich einen Teil der Mobilitätskosten von der Ladesäule auf die eigene Stromrechnung. Das kann durchaus günstiger sein als öffentliches Laden, hängt aber stark von Tarif, Ladeverhalten und jährlichem Strombedarf ab.

Daher gilt: Den universell besten Stromtarif für E-Auto-Fahrer gibt es nicht. Entscheidend sind neben Fahrleistung und Ladeanteil zu Hause vor allem, ob eine Wallbox vorhanden und welche Zählertechnik verbaut ist. Dazu stellt sich die Frage, ob Ladevorgänge flexibel in günstigere Zeitfenster gelegt werden können. Neben klassischen Haushaltsstromtarifen kommen dabei spezielle Autostromtarife oder dynamische Stromtarife infrage.

E.On-Tarifberater: Schneller zum passenden Stromtarif fürs E-Auto

Eine Möglichkeit zur komfortablen Tariffindung bietet der Online-Tarifberater von E.On. Das Tool kombiniert Angaben zum Haushalt mit der E-Auto-Nutzung. So werden etwa die jährliche Fahrleistung, der Ladeanteil zu Hause und der Gesamtverbrauch erfasst. Darauf aufbauend schlägt der Anbieter dann passende, eigene Ökostromtarife vor.

Wer sein Ladeprofil kennt, kann so in wenigen Schritten vom abstrakten Tarifvergleich zu einem konkreten Angebot gelangen. So ergibt sich, ob ein klassischer Stromtarif, ein spezieller Tarif fürs Laden oder eine flexiblere Tariflösung besser zum Haushalt passt.

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Kostenloser Stromtarif-Finder von E.on

Wichtig: Der Tarifberater ist kein neutraler Gesamtmarktvergleich, sondern dient als reine Orientierung innerhalb der E.On-Tarifwelt. Für viele Haushalte kann das dennoch ein sinnvoller erster Schritt im Vergleich sein, weil nicht nur der Haushaltsverbrauch, sondern auch die Nutzung des Elektroautos berücksichtigt wird.

Worauf es bei der Stromtarifwahl fürs E-Auto wirklich ankommt

Bei der Wahl eines Stromtarifs fürs E-Auto zählt nicht nur der Arbeitspreis pro Kilowattstunde. Ein günstiger kWh-Preis kann durch einen höheren Grundpreis, Zusatzkosten für Zählertechnik oder unpassende Vertragsbedingungen relativiert werden. Der Vergleich sollte deshalb immer das gesamte Kostenbild einbeziehen.

Besonders wichtig ist die Fahrleistung. Je mehr Kilometer elektrisch gefahren werden, desto stärker wirkt sich der Strompreis auf die jährlichen Mobilitätskosten aus. Wer nur gelegentlich lädt, spart mit einem Spezialtarif möglicherweise weniger, als zusätzliche Grund- oder Messkosten verursachen. Auch der Heimladeanteil ist entscheidend. Wer überwiegend öffentlich lädt, profitiert nur begrenzt von einem günstigen Haushalts- oder Autostromtarif. Wer dagegen regelmäßig zu Hause lädt, hat deutlich mehr Einfluss auf die Ladekosten.

Eine Wallbox macht das Laden planbarer und komfortabler. Sie ist vor allem bei regelmäßigem Laden sinnvoll, weil sie höhere Ladeleistungen, bessere Steuerbarkeit und je nach Tarifmodell auch die Einbindung in netzdienliche oder zeitvariable Konzepte ermöglicht. Der Ladezeitpunkt kann ebenfalls ein Kostenfaktor sein. Wer flexibel nachts, mittags oder zu Zeiten niedriger Strompreise laden kann, hat mehr Spielraum. Das gilt besonders für dynamische Tarife oder Tarifmodelle mit Bonus- oder Zeitfenstern.

Autostromtarif, Haushaltsstrom oder dynamischer Tarif?

Ein Haushaltsstromtarif ist meist die einfachste Lösung, besonders bei geringer Fahrleistung, seltenem Laden zu Hause oder ohne separaten Zähler. Autostromtarife lohnen sich eher für Vielfahrer mit hohem Heimladeanteil. Sie sind auf das regelmäßige Laden an der heimischen Wallbox zugeschnitten und können je nach Modell reduzierte Netzentgelte oder andere Konditionsvorteile nutzen. Pauschal günstiger sind sie aber nicht automatisch.

Dynamische Tarife können günstige Ladezeiten nutzen, etwa nachts oder bei viel Stromangebot. Dafür braucht es meist ein intelligentes Messsystem.  In günstigen Zeitfenstern kann Strom preiswerter sein als in klassischen Festpreistarifen, allerdings können die Preise auch steigen. Geeignet sind solche Tarife daher vor allem für Haushalte, die ihren Verbrauch aktiv steuern und Preisschwankungen akzeptieren.

Wallbox und Zähler: Was technisch wichtig ist

Die technische Ausstattung im Haus entscheidet mit darüber, welche Tarifmodelle überhaupt infrage kommen. Für einfache Haushaltsstromtarife reicht in der Regel der vorhandene Haushaltszähler. Auch eine Wallbox kann grundsätzlich darüber laufen. Anders sieht es hingegen bei separat abgerechneten Autostromtarifen aus: Soll der Ladestrom getrennt vom übrigen Haushaltsstrom erfasst werden oder sollen bestimmte reduzierte Netzentgelte genutzt werden, ist meistens ein eigener Zähler erforderlich. Für steuerbare Wallboxen nach § 14a EnWG ist ein separater Zähler allerdings nicht in jedem Fall Pflicht.

Bei dynamischen Stromtarifen ist ein intelligentes Messsystem zentral. Gemeint ist dabei nicht nur ein einfacher digitaler Zähler, sondern eine moderne Messeinrichtung mit Smart-Meter-Gateway. Erst diese Technik ermöglicht eine viertelstundenscharfe Messung und die Zuordnung des tatsächlichen Verbrauchs zu wechselnden Preiszeiten. Ohne intelligentes Messsystem lassen sich dynamische Tarife in der Regel nicht nutzen, weil der Verbrauch sonst nicht passend zu den variablen Strompreisen abgerechnet werden kann.

Balkonkraftwerk: eigene Solarenergie als Ergänzung

Neben dem passenden Stromtarif kann auch selbst erzeugter Solarstrom die Stromkosten senken. Ein Balkonkraftwerk speist tagsüber Strom in den Haushalt ein und reduziert so den Netzbezug. Für E-Auto-Fahrer ist das vor allem dann interessant, wenn das Fahrzeug regelmäßig tagsüber zu Hause steht oder Solarstrom über einen Speicher zeitversetzt genutzt werden kann.

Eine sinnvolle Ergänzung für dieses Szenario ist ein Steckersolargerät wie das Duo XL des Anbieters Kleines Kraftwerk. Das Balkonkraftwerk besitzt zwei Solarpanels mit insgesamt 1.000 Wp Leistung und eine maximale Einspeiseleistung von 800 Watt. Das lohnt sich vor allem, wenn das eigene Auto tagsüber geladen wird. Wichtig: Das Balkonkraftwerk ist hier eher eine Ergänzung zum Stromtarif. Die Leistung reicht nicht aus, um das Auto vollständig zu laden. Trotzdem kann der Haushalt durch selbst erzeugten Strom durchaus spürbar entlastet werden.

Die Details:

  • Solarpanels: 2x 500 Wp, bifazial

  • Wechselrichter: Hoymiles HMS-800-2WB (800 Watt)

  • Halterungen: optional (99 Euro Aufpreis)

  • Preis: 349 Euro

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Kleines Kraftwerk XL Duo Gitterbalkon Komplettpaket 1000 Wp
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Hinweis: Die Preise sind volatil und die Händler passen bisweilen auch die unverbindliche Preisempfehlung (UVP) an. Sollten sich die Preise von den hier angegebenen unterscheiden, haben die Händler sie nach Veröffentlichung des Artikels geändert.

Fazit: Der beste Tarif hängt vom Alltag ab

Der perfekte Stromtarif fürs E-Auto ist kein Standardprodukt. Er hängt davon ab, wie viele Kilometer elektrisch gefahren werden, wie oft zu Hause geladen wird, ob eine Wallbox vorhanden ist und wie flexibel sich Ladevorgänge planen lassen. Der E.On-Tarifberater bietet dafür einen pragmatischen Einstieg. Er verbindet Haushaltsverbrauch und E-Auto-Nutzung und leitet daraus passende Ökostromtarife des Anbieters ab.

Ein Balkonkraftwerk kann die Stromkosten zusätzlich senken, vor allem beim Haushaltsstrom. Für das vollständige Laden eines Elektroautos reicht es in der Regel nicht aus. Zusammen mit einem passenden Stromtarif, einer Wallbox und einem realistischen Blick auf das eigene Ladeverhalten kann es aber ein sinnvoller zusätzlicher Baustein sein.

Quelle: ntv.de