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Kick für Körper und KopfEiskalt erwischt: Wie gesund ist Eisbaden wirklich?

05.11.2025, 11:20 Uhr
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Kurz zittern, dann aufblühen – Eisbaden als Kick für Körper und Kopf. (Foto: Maxxus)

Frieren für die Gesundheit: Eisbaden soll das Immunsystem stärken. Doch was steckt wirklich dahinter – und welche Risiken gibt es?

Eisbaden ist mehr als ein Trend – eine Mischung aus Nervenkitzel, Fitnesskick und Naturabenteuer. Aber wie sehr freut der Sprung ins eiskalte Wasser wirklich Körper und Geist – und für wen ist er eher ein kalter Schock? Wir haben die Antworten.

Was steckt eigentlich hinter Eisbaden?

Eisbaden bedeutet, für kurze Zeit in sehr kaltes Wasser einzutauchen – meist unter zehn Grad Celsius. Das kann ein See, ein Fluss oder eine speziell vorbereitete Eiswanne sein. In vielen skandinavischen Ländern ist es eine jahrhundertealte Tradition, oft kombiniert mit Saunagängen. Heute wird Eisbaden zur Regeneration, als Fitness-Hack oder einfach für den Kick am Morgen genutzt.

Was passiert im Körper beim Eisbaden?

"Eisbaden ist zunächst einmal eine ausgesprochene Stresssituation für den Körper", erklärt Hanns-Christian Gunga vom Zentrum für Weltraummedizin und Extreme Umwelten an der Berliner Charité.

Der Körper reagiert auf Kälte gleich auf mehreren Ebenen: Kreislauf, Hormone und Immunsystem. Beim Eintauchen in eiskaltes Wasser zieht sich die Haut zusammen, die Blutgefäße verengen sich und der Körper schaltet in den Überlebensmodus. Das Herz schlägt schneller, die Atmung wird tiefer und das Nervensystem reagiert. Adrenalin und Endorphine werden freigesetzt – der Effekt: wacher, energiegeladener und oft auch euphorisch. Gleichzeitig steigt die Stoffwechselrate, um Wärme zu erzeugen.

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Tonnen zum Eisbaden: Wer es selbst mal testen will

Wer keinen See oder Fluss in der Nähe hat, kann auf Eisbade-Tonnen zurückgreifen: Die Maxxus-Eistonne ist eine günstige Option, für alle, die erstmal reinschnuppern wollen: Laut Hersteller ist sie in nur fünf Minuten aufgebaut und bereit für den Einsatz. Mit einem Volumen von rund 450 Litern und einer Fünf-Schicht-Wand verspricht sie, die Kälte lange effektiv zu speichern.

  • Abmessung: 75 x 90 cm

  • Lieferumfang: Eiswanne, Ablasshahn, Abflussschlauch, isolierter Deckel, Pumpe, Tragetasche, Bedienungsanleitung

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Hinweis: Die Preise sind volatil und die Händler passen bisweilen auch die unverbindliche Preisempfehlung (UVP) an. Sollten sich die Preise von den hier angegebenen unterscheiden, haben die Händler sie nach Veröffentlichung des Artikels geändert.

Eine praktische Alternative, die sich aufpumpen lässt, ist die Superfit-Eistonne. Sie ist für ein Benutzergewicht von bis zu 150 Kilogramm ausgelegt, verfügt über dreilagige PVC-Wände und lässt sich im Sommer problemlos verstauen. Zwar ist sie etwas teurer als das vorherige Modell, dafür aber flexibler und platzsparender.

  • Abmessung: 75 x 95 cm

  • Lieferungsumfang: Eiswanne, Handpumpe, aufblasbare Abdeckung, Bodenmatte, Tragetasche, Reparatur-Set

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Profi-Tipp: Auch Eisbäder brauchen Pflege. Der Amazon-Bestseller von Eishelden hält das Wasser klar und hygienisch – ganz ohne Chlor oder Duftstoffe. Eine Tube reicht für rund sechs Monate und hält das Eisbad frisch und sauber.

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Für wen ist Eisbaden nicht geeignet?

Forschungsergebnisse der Barmer Krankenkasse zeigen: Eisbaden will trainiert sein. Der Körper gewöhnt sich Schritt für Schritt an die Kälte – kalte oder wechselnde Duschen am Morgen sind ein guter Einstieg. Vor dem ersten Eisbad empfiehlt sich ein kardiologischer Check, um Herzprobleme auszuschließen. Herz-Kreislauf-Beschwerden machen das Eintauchen nämlich riskant, der Kälteschock kann Rhythmusstörungen oder im schlimmsten Fall einen Herzstillstand auslösen.

Eine Grundregel bleibt: nie allein ins Eiswasser. Im Notfall ist Hilfe unverzichtbar, denn das Abenteuer birgt durchaus Risiken.

Wie gesund ist Eisbaden wirklich?

Ob Eisbaden wirklich gesund ist, ist noch nicht endgültig geklärt. Erste Hinweise zeigen aber: Die Gefäße profitieren, die Regeneration läuft schneller, und der Kreislauf bekommt einen kleinen Turbo. Wer draußen noch nicht genug gezittert hat, kann sich jetzt also mutig ins Eiswasser stürzen – Nervenkitzel inklusive.

Quelle: ntv.de