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Löscht Brände in Küche & CamperDieses 35-Euro-Produkt sollte jeder im Haus haben

03.07.2026, 10:37 Uhr
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Fängt es beim Kochen oder Frittieren an zu brennen, kann ein Fettbrandlöscher-Spray helfen. (Foto: Abus)

Ein Feuerlöschspray ist leicht zu handhaben und kann auch Fett- und Ölbrände löschen, bei denen Wasser keine gute Wahl ist. Der ADAC empfiehlt, ein solches Spray beim Kochen immer griffbereit zu haben.

Ein kleiner Moment der Unachtsamkeit reicht: Öl erhitzt sich zu stark oder auf dem Grill tropft Fett in die Flammen. In der Küche und zur Grillsaison gehören Fettbrände zu den gefährlichsten Brandszenarien im Haushalt. Das Problem: Viele reagieren im ersten Schreck falsch – denn brennendes Speiseöl oder Fett kann nicht mit Wasser gelöscht werden. Gelangt Wasser in brennendes Fett, verdampft es schlagartig. Dabei wird das heiße Fett verteilt. Die Folgen können schwere Verbrennungen, ein Küchenbrand oder eine rasante Brandausbreitung sein.

Bei einer Umfrage des ADAC im September 2025 gab weniger als die Hälfte der Befragten an, ausreichende Kenntnisse zum Löschen eines Feuers zu haben. Nur knapp ein Drittel der Befragten besitzt die notwendige technische Ausstattung, um einen Brand zu löschen – dabei ist ein entsprechendes Feuerlöschspray für die Küche oder den Camper kompakt und erschwinglich.

Fettbrände eindämmen mit Feuerlöschspray

In der Europäischen Norm EN 2 sind brennbare Stoffe in Brandklassen eingeteilt. Die Unterschiede zu kennen, ist wichtig: Brände von Holz oder Textilien lassen sich nämlich anders löschen als Gas- oder Fettbrände. Zu letzteren zählen Feuer der Brandklasse F, die beispielsweise durch Frittierfett, Bratfett oder Fonduefett entstehen. Sie lassen sich am besten mit speziellen Fettbrandlöschern bekämpfen. Der Feuerstopp von Abus ist extra für die Brandklassen 5A und 5F konzipiert und kostet bei Amazon knapp 35 Euro.

  • Sprühweite: 3 Meter; Sprühzeit: 25 Sekunden

  • Ab 5 Grad Celsius funktionsfähig

  • 10 Jahre ab Herstellungsdatum einsetzbar

  • Auch für Elektrobrände bis 1.000 Volt geeignet (z. B. Toaster)

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Hinweis: Die Preise sind volatil und die Händler passen bisweilen auch die unverbindliche Preisempfehlung (UVP) an. Sollten sich die Preise von den hier angegebenen unterscheiden, haben die Händler sie nach Veröffentlichung des Artikels geändert.

Claudia Goetschel vom Forum Brandrauchprävention erklärt dem ADAC gegenüber, dass Feuerlöschsprays im Ernstfall schneller und einfacher zu bedienen sind als Feuerlöscher oder Löschdecken. Daher sollten sie gerade in der Küche, beim Camping oder beim Grillen immer in Griffweite stehen. Wasser, Schaum oder Löschpulver helfen bei Fettbränden nämlich nicht.

Laut Berufsgenossenschaft für Nahrungsmittel und Gastgewerbe gibt die Zahl die Füllmenge der abzulöschenden Fett- und Ölmenge in Liter an, die das Spray fähig ist, abzulöschen. Bei dem Spray von Abus sind das also fünf Liter Speiseöl (Brandklasse 5F).

Fettbrandlöscher: So wird das Spray angewendet

Wer einen Fettbrand bemerkt, sollte zuerst die Energiezufuhr stoppen – also den Herd ausschalten oder beim Grill die Hitzequelle reduzieren, sofern das gefahrlos möglich ist. Wenn der Brand noch klein ist, kommt der geeignete Fettbrandlöscher zum Einsatz. Bei der Anwendung ist es wichtig, entsprechenden Abstand zu den Flammen zu halten und das Löschmittel gezielt auf den Brandherd zu richten, anstatt hektisch in die Flammen zu sprühen. Das Abus-Spray etwa sprüht laut Hersteller bis zu drei Meter weit und 25 Sekunden lang. Es funktioniert wie eine handelsübliche Spraydose und ist somit intuitiv in der Anwendung.

Wichtig: Solche Fettbrandlöscher sind konzipiert für sogenannte Entstehungsbrände, also überschaubare, gerade entfachte Brände. Brennt bereits die Küche, steht dichter Rauch im Raum oder breitet sich das Feuer aus, gilt: raus aus der Wohnung und Feuerwehr alarmieren.

Löschversuche mit Wasser können – wortwörtlich – brandgefährlich sein, weil es zu Fettexplosionen und Stichflammen kommen kann. Auch Mehl und Zucker oder Löschdecken sind keine geeigneten Mittel.

Brandklassen: Nicht jeder Feuerlöscher löscht jedes Feuer

Gut zu wissen: Auf Feuerlöschern ist in Piktogrammen abgebildet, welche Brandklasse sie löschen können. Die Norm EN 2 unterteilt brennbare Stoffe nämlich in fünf verschiedene Klassen:

  • A: feste Stoffe wie Holz, Papier, Textilien und Naturstoffe, die sich am besten mit Wasser löschen lassen.

  • B: flüssige und flüssig werdende Stoffe wie Kraftstoffe, Lacke, Farben oder Wachs, die sich am besten mit Schaum oder ABC-Pulver löschen lassen

  • C: Gase wie Propan und Butan, Erdgas oder Wasserstoff, die sich am besten mit ABC- und BC-Pulver löschen lassen

  • D: brennbare Metalle wie Aluminium, Magnesium oder Lithium, die sich nur mit speziellen Metallbrandlöschern löschen lassen

  • F: Speiseöle und Speisefette, die sich mit Fettbrandlöschern löschen lassen

Die Brandklasse E für elektrische Anlagen bis 1.000 Volt wurde 1978 abgeschafft, weil alle heute zugelassenen Feuerlöscher dafür eingesetzt werden können.

Rauchmelder: Frühwarnsystem für Küche und Wohnung

Ein Fettbrandlöscher hilft allerdings nur für Entstehungsbrände – also dann, wenn der Brand früh genug bemerkt wird. Genau deshalb gehören Rauchmelder zur wichtigsten Grundausstattung im Haushalt. Sie warnen frühzeitig vor Rauchentwicklung und verschaffen dadurch wertvolle Sekunden, um den Herd auszuschalten, einen kleinen Entstehungsbrand zu bekämpfen oder die Wohnung rechtzeitig zu verlassen. Seit 2024 ist die Installation von Rauchwarnmeldern in Wohnungen und Wohnhäusern in Deutschland Pflicht.

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Besonders praktisch sind smarte Rauchmelder wie die Modelle von Homematic. Sie schlagen bei Rauchentwicklung nicht nur vor Ort Alarm, sondern können auch eine Push-Nachricht aufs Smartphone senden – inklusive Raumzuordnung. Das ist vor allem dann hilfreich, wenn Nutzer gerade nicht in der Küche stehen oder nicht zu Hause sind. Über den im Set ebenfalls enthaltenen Access Point 2 lassen sich außerdem mehrere Rauchwarnmelder miteinander vernetzen. Löst ein Gerät aus, kann der Alarm auch an weitere Melder im Haus weitergegeben werden.

Wichtig bleibt aber: Rauchmelder ersetzen keine passenden Löschmittel. Der Rauchmelder warnt, der geeignete Löscher hilft bei kleinen Entstehungsbränden. Zusammen ergeben beide Gadgets eine sinnvolle Sicherheitskette für Küche, Grillplatz, Hauswirtschaftsraum oder Camper.

Quelle: ntv.de