Für die nächste Jogging-RundeLaufshorts im Test: Ein Detail ist genial
Von Sebastian Priggemeier
Das Frühjahr ist ein guter Zeitpunkt für einen sportlichen Neustart – und für ein Update der Laufklamotten. Besonders sinnvoll ist eine Investition in spezielle Shorts, denn die lösen gleich zwei nervige Jogging-Probleme auf einmal.
Draußen ist es mittlerweile oft sonnig, aber noch recht frisch. Vor allem morgens und abends, wenn ich Zeit für eine kurze Laufrunde habe. Ebenfalls unschön: Meine Jogger-Beine sind nach dem vergleichsweise langen und dunklen Winter noch Kalkweiß. Ich hatte also gleich mehrere gute Gründe, mich nach einer textilen Lösung für diese Probleme umzuschauen. Eine Internet-Recherche zeigte relativ schnell: Laufmagazine empfehlen den Zwiebellook für frische Frühlingstage und eine Kompressionshose als Basis-Beinkleid. Darüber trägt der moderne, modebewusste Jogger dann eine normale Shorts, was sich in nahezu jedem Park oder auch im Wald beobachten lässt. Unheimlich viele Läufer tragen zwei Hosen übereinander (inklusive Unterhose sind es sogar drei Hosen) – und ich jetzt auch, denn meine Kompressionshose ist aufgrund eines Details inzwischen unverzichtbar.
Das Geniale: Die Hose hat eine integrierte Smartphone-Tasche. Ich kann beim Joggen also Musik oder Podcasts hören, ohne das Smartphone wie einen Klotz in der Hand halten zu müssen. Halleluja!
Hinweis: Die Preise sind volatil und die Händler passen bisweilen auch die unverbindliche Preisempfehlung (UVP) an. Sollten sich die Preise von den hier angegebenen unterscheiden, haben die Händler sie nach Veröffentlichung des Artikels geändert.
Ja, das ist ein kleiner Schritt für die Mode-Industrie, aber ein großer Schritt für mich. Denn ich habe gefühlt ewig nach einer Lösung für dieses First-World-Problem gesucht. Vor Jahren dachte ich schon einmal, ich hätte die Lösung gefunden. Damals waren Laufarmbänder auf den Markt gekommen. Armbänder (optisch eher Oberarm-Manschetten) mit einem Fach für das Smartphone. An sich eine gute Idee, allerdings stellte sich beim Laufen schnell heraus, dass so ein Armband inklusive eingelegtem Smartphone unangenehm eng am Oberarm sitzt. Die Schlaufe klemmte beim Laufen immer wieder Haut ein, an der Unterseite bildete sich durch den Schweiß ein feuchter Schmierfilm. Fazit: Nicht zu empfehlen.
Die Oberschenkel-Außenseite: Der ideale Platz für die Smartphone-Aufbewahrung
Ganz anders ist es bei Kompressionshosen mit angenähter Smartphone-Tasche. Das Handy wird vor dem Lauf an der Oberschenkelaußenseite in die Tasche geschoben. Wer eine zweite Shorts drüberzieht, lässt das Handy damit optisch komplett verschwinden. Mein erster Testlauf hat gezeigt: Die Oberschenkel-Außenseite ist offenbar der ideale Platz für die Tasche, denn dort spürt man das Handy beim Joggen kaum und es sitzt bombenfest. Kein Wackeln, kein Verrutschen, kein Störgefühl. Herrlich.
Es gibt lange und kurze Kompressions-Shorts. Ich habe mich für die kurze Variante von Danish Endurance entschieden, die bei Amazon gerade im Doppelpack mit 25 Prozent Rabatt im Sale ist. Aber auch andere Hosen-Hersteller bieten Jogginghosen mit Smartphone-Tasche an.
Kompressionshosen sollen den Herstellern zufolge übrigens die Durchblutung fördern, Muskelvibrationen reduzieren und damit die Ermüdung verlangsamen. Allerdings sind diese Effekte laut Experten umstritten. Und da gehe ich mit: Für eine Kompressionswirkung sitzen die Hosen deutlich zu locker, es sei denn, man trägt eine kleinere Größe als üblich (was beim Joggen wiederum im Schritt unbequem sein dürfte).
Einen praktischen Effekt haben die Unterzieh-Hosen aber garantiert: Sie verhindern, dass die Oberschenkel unangenehm aneinander reiben. Viele Jogger laufen sich "einen Wolf" – Haut auf Haut in Kombination mit Schweiß, das ist schmerzhaft. Durch die Kompressionshosen ist auch dieses Problem praktisch erledigt, schreiben die Rezensenten bei Amazon.
Fazit zu Laufshorts mit Handytasche
Wer beim Joggen gerne die Hände frei hat, sollte über eine Investition in Kompressionshosen nachdenken. Das gilt auch für alle, die häufiger Probleme mit scheuernder Oberschenkelhaut haben. Die Hosen sind nicht teuer, sie schützen die Haut vor Kälte und vor unangenehmer Reibung. Das alles sind Argumente für den Kauf. Am besten noch vor dem nächsten Lauf.


