Marderbisse verhindernMarder im Auto: Diese Hilfsmittel braucht es, um sie zu verjagen

Marder sind aktuell sehr aktiv. Im Frühling wollen sie ihr Revier markieren und sich mit Rivalen messen. Zu dieser Zeit beißen sie besonders gerne in Kabel und Schläuche im Motorraum des Autos. Wir zeigen, wie sich das effektiv verhindern lässt.
Das Auto springt nicht an, eine Fehlermeldung leuchtet auf oder es läuft sogar Kühlwasser aus? Oft sind Marder die Übeltäter, die sich im Motorraum einnisten und dort Kabel, Schläuche und Dämmmaterialien anknabbern. Das ist nicht nur ärgerlich, sondern kann richtig teuer werden. Glücklicherweise gibt es Hilfsmittel, um das Auto effektiv vor Marderbissen zu schützen.
Effektive Marder-Abwehr: Marderschreck nutzen
Eine Maßnahme, Marder vom Motorraum fernzuhalten, ist der sogenannte Marderschreck. Dabei handelt es sich um ein Gerät, das Töne erzeugt, die für die empfindlichen Ohren der kleinen Raubtiere sehr unangenehm sind, während Menschen diese gar nicht wahrnehmen. Die Marder werden dabei nicht verletzt, sondern lediglich verscheucht. Entsprechende Geräte gibt es bei Amazon ab 21 Euro.
Hinweis: Die Preise sind volatil und die Händler passen bisweilen auch die unverbindliche Preisempfehlung (UVP) an. Sollten sich die Preise von den hier angegebenen unterscheiden, haben die Händler sie nach Veröffentlichung des Artikels geändert.
Nachhaltig sicher: Marder-Abwehr mit Elektroschocks
Der Nachteil von Ultraschallgeräten zur Marder-Abwehr besteht darin, dass sich die Tiere unter Umständen an den Ton gewöhnen oder sich entscheiden, ihn zu ignorieren – etwa wenn die Revierverteidigung wichtiger erscheint. Effektiver und nachhaltiger ist die Abwehr mit Elektroschocks. Was zunächst äußerst fies klingt, sind aber auch nur sehr schwache Stromstöße, die das Tier nicht verletzen oder gar töten, sondern lediglich abschreckend wirken sollen.
Mit Düften gegen Marder vorgehen
Marder haben nicht nur empfindliche Ohren, sondern auch feine Nasen. Entsprechend gibt es zur Abwehr der Nager auch Möglichkeiten wie Sprays oder Duftkörbchen. Hier sollte darauf geachtet werden, dass die Inhaltsstoffe auch ökologisch unbedenklich sind. Einige Anbieter arbeiten beispielsweise mit ätherischen Ölen, die bei den Mardern nicht gut ankommen.
Marderbiss adé: Schläuche und Kabel schützen
Zu guter Letzt können Marder nicht nur vertrieben, sondern die Kabel und Schläuche im Auto auch besser vor den "Angriffen" der Tiere geschützt werden. Dazu gibt es unter anderem spezielle Hüllen, die um die Leitungen montiert werden. Die Hüllen verringern beim Tier selbst den Bissreiz, sind aber auch sonst für den Marder nicht zu durchdringen.
Weitere wichtige Punkte zum Thema Marderbisse im Auto:
Regelmäßige Motorwäsche hilft: Dies entfernt Duftspuren von Mardern, die Artgenossen anlocken könnten.
Parkplatzwahl: Wenn möglich, an gut beleuchteten, häufig frequentierten Orten parken. Marder bevorzugen ruhige, dunkle Plätze.
Tierschutz beachten: Marder unterliegen dem Jagdrecht, sodass das Fangen oder Töten ohne Genehmigung verboten ist; selbst der Versuch kann als Jagdwilderei gewertet werden.
Marderschäden früh erkennen: Ein zerkautes Kabel zu ersetzen, das ist in der Regel nicht teuer und wird von der Teilkasko übernommen. Folgeschäden wie ein Motorschaden sind wesentlich gravierender und werden nicht immer übernommen. Daher: Versicherungsbedingungen checken!
Letztlich ist bei der Marder-Abwehr nicht eine der Maßnahmen der absolute Heilsbringer, vielmehr ist eine Kombination aus mehreren Optionen am effektivsten. Auch Hausmittel wie Klo-Steine, Chilipulver oder Katzenhaare werden oft ins Feld geführt, wenn es um effektive Marder-Abwehr geht. Wie gut das jeweils wirklich funktioniert, ist jedoch nicht abschließend geklärt.


