Aufräumen und sortierenChaos im Kühlschrank? Fünf clevere Ordnungs-Tipps

Wie sich in nur fünf Schritten Ordnung im Kühlschrank schaffen lässt und worauf dabei zu achten ist, um auch langfristig für gut sortierte und schnell griffbereite Lebensmittel zu sorgen, zeigt dieser Ratgeber.
Der Kühlschrank ist eines der am meisten genutzten Haushaltsgeräte – und trotzdem, oder gerade deswegen, herrscht darin oft das pure Chaos: der Überblick über frische und bereits abgelaufene Lebensmittel ist längst verloren, sinnvoll einsortierte Lebensmittel sucht man vergebens. Das Szenario kennt wahrscheinlich jeder nur zu gut. Und das zeigt, dass es sich lohnt, regelmäßig für Ordnung im Kühlschrank zu sorgen. Eine systematische Sortierung spart am Ende nicht nur viel Zeit, sondern verlängert auch die Haltbarkeit vieler Lebensmittel.
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Hinweis: Die Preise sind volatil und die Händler passen bisweilen auch die unverbindliche Preisempfehlung (UVP) an. Sollten sich die Preise von den hier angegebenen unterscheiden, haben die Händler sie nach Veröffentlichung des Artikels geändert.
1. Die Temperaturzonen beachten
Nicht alle Bereiche im Kühlschrank sind gleich kühl. Fakt ist: Die warme Luft steigt immer nach oben, die kalte Luft bleibt dagegen eher unten. Dadurch entstehen verschiedene Temperaturzonen. Im Kühlschrank lassen sich diese in vier Hauptzonen unterteilen, der Türbereich gilt als Extrazone. Beim Einsortieren von Käse, Milch und Co. ist darauf zu achten, dass jedes Lebensmittel seine eigenen optimalen Temperaturbedingungen mitbringt und sich darum in einer bestimmten Zone wohler fühlt als in einer anderen.
Moderne Kühlschränke ermöglichen oft eine gradgenaue Einstellung der Temperatur über ein Display. Bei älteren Modellen mit Drehregler kann es sinnvoll sein, die Temperatur mit einem Thermometer zu überprüfen und entsprechend nachzujustieren. Empfohlen wird eine Temperatur im mittleren Bereich von etwa fünf bis sechs Grad Celsius.
2. Aussortieren und reinigen
Um Ordnung zu schaffen, muss zuerst einmal alles auf null gesetzt werden: Ausräumen und aussortieren steht an. Dazu am besten alle Lebensmittel und Getränke aus dem Kühlschrank nehmen und bereits verdorbene sowie abgelaufene Nahrung aussortieren und in den Müll verfrachten. Übrigens: Nicht alles mit einem abgelaufenen Mindesthaltbarkeitsdatum gehört zwingend in die Tonne, denn dieses Datum ist nur eine Empfehlung der Hersteller. Beim Aussortieren verlässt man sich am besten auf die eigenen Sinne: Der Joghurt sieht gut aus, riecht gut und schmeckt auch noch gut – dann ist er höchstwahrscheinlich auch noch gut.
Zum Reinigen des Kühlschranks bietet sich ein antibakterielles Mittel an, alternativ kann etwas Essigessenz mit Wasser gemischt werden. Der Kühlschrank sollte gründlich von oben bis unten gereinigt werden, vor allem auch in den Ecken. Ablageflächen und Fächer lassen sich meistens herausnehmen und separat waschen sowie trocknen, bevor sie wieder eingesetzt werden.
3. Lebensmittel einsortieren: Wo gehört was hin?
1. Das Gemüsefach: Frisches Gemüse und Salat gehören ins Gemüsefach. Verpackter Salat sollte aus der Plastikhülle genommen und in ein feuchtes Küchentuch gewickelt werden. Die Trennung von Gemüse und anderen Lebensmitteln ist wichtig, um mögliche Keime auf Erdkrümeln zu vermeiden.
2. Die unterste Glasablage: Rohe Lebensmittel wie Fleisch, Fisch oder vegetarische/vegane Alternativen sollten im Kühlschrank ganz unten auf die Glasablage. Dort ist es mit zwei bis vier Grad am kältesten. Es gibt auch extra Kaltlagerfächer, bei denen die Temperatur bei etwa null Grad liegt – auch dort lassen sich leicht verderbliche Produkte optimal lagern.
3. Die zweite Etage von unten: Wurst und Aufschnitt sind eine Etage höher, bei vier bis sechs Grad, gut aufgehoben. Am besten eine Aufschnittbox verwenden, um sie länger frisch zu halten.
4. Milchprodukte gehören in die Mitte: Milchprodukte wie Käse und Quark, aber auch pflanzliche Ersatzprodukte sollten in die mittlere Zone des Kühlschranks, wo es fünf bis sieben Grad kühl ist. Milch hält sich am besten bei Temperaturen bis acht Grad und passt ebenfalls gut in diese Zone – in der Kühlschranktür hat die Milch eher nichts zu suchen.
5. Das oberste Fach: Dort fühlen sich Produkte mit hohem Zucker-, Fett- oder Säuregehalt wie Marmelade, Soßen und Margarine wohl, diese können im oberen Bereich bei etwa acht bis zehn Grad gelagert werden. Auch ungeöffnete Produkte und Eier sind hier gut aufgehoben.
6. Die Fächer in der Tür: Dort finden Pflanzenmilch, Säfte und Butter ihren Platz, auch Ketchup, Senf und Mayonnaise sind bei den eher mäßig kühlen Temperaturen gut aufgehoben. Milch am besten nur dann in die Tür stellen, wenn sie schnell aufgebraucht wird.
Wer Lebensmittel besonders lange haltbar machen möchte, friert diese am besten ein. Viele Kühlschränke bringen eine eigene Gefrierzone mit, die getrennt vom Rest des Kühlschranks genutzt werden kann. Wer keinen Gefrierbereich am Kühlschrank hat, kann einen zusätzlichen Gefrierschrank in Betracht ziehen – das lohnt sich vor allem dann, wenn auf Vorrat gekocht wird oder schnell verderbliche Lebensmittel wie Fleisch nicht sofort verbraucht werden.
4. Lebensmittel, die nicht zwingend in den Kühlschrank müssen
Einige Lebensmittel müssen gar nicht unbedingt im Kühlschrank gelagert werden. Dazu zählen frische Eier, die erst nach drei Wochen gekühlt werden müssen. Aber auch Beeren und Zitrusfrüchte verlieren im Kühlschrank schnell ihr Aroma, ebenso wie wasserreiches Gemüse wie Tomaten, Gurken, Paprika oder Avocados und Auberginen. Auch Kartoffeln und Zwiebeln sollten lieber draußen gelagert werden. All diese Lebensmittel nehmen im Kühlschrank nur unnötig Platz weg – lieber kühl und dunkel in der Vorratskammer unterbringen.
5. Gut verpackt: Platz sparen mit Frischhalteboxen
Essensreste vom Vortag oder aus Konserven lassen sich in Frischhaltedosen aus Glas oder Kunststoff optimal aufbewahren. Diese Dosen haben zudem den Vorteil, dass sie den Raum im Kühlschrank besser ausnutzen, da sie meist stapelbar sind. Die Beschriftung mit Inhalt und Datum hilft dabei, den Überblick zu behalten.
Es gibt außerdem spezielle Behälter für bestimmte Lebensmittel wie Butterdosen oder Käse-Frischeboxen. Praktisch sind auch Kühlschrankkörbchen, die eine gute Luftzirkulation ermöglichen und verhindern, dass empfindliches Blattgemüse schneller verdirbt. Kühlschrankmatten, die ins Gemüsefach gelegt werden, bieten ebenfalls eine solche Funktion.
Ordnung im Kühlschrank – so klappt es!
Mit diesen fünf Schritten lässt sich eine gute Ordnung und Übersicht im Kühlschrank schaffen, und in dem Zuge wird auch gleich die Haltbarkeit der Lebensmittel verlängert. Es gilt also, die verschiedenen Temperaturzonen zu nutzen, Lebensmittel an den richtigen Stellen zu lagern und Platz durch stapelbare Frischhalteboxen zu sparen – so bleibt der Kühlschrank auch in Zukunft ordentlich und übersichtlich.

