Für NeukundenPostbank erhöht Tagesgeldzinsen auf 3,2 Prozent

Die Postbank schraubt ihren Tagesgeldzinssatz in die Höhe und bietet Sparerinnen und Sparern jetzt 3,2 Prozent p. a. für sechs Monate. Welche Konditionen gelten für das Angebot?
Schon 19 Banken boten Anfang Mai Tagesgeldzinsen von drei Prozent oder mehr, veröffentlichte Verivox – jetzt reiht sich auch die Postbank ein. Bei der aktuellen Aktion können sich Sparer verbesserte Konditionen sichern: 3,2 Prozent p. a. (per annum / pro Jahr) für sechs Monate sind bei der Deutsche-Bank-Tochter drin – allerdings müssen Bedingungen erfüllt werden. Welche das sind und ob sich das lohnt, prüfen wir hier.
Postbank-Aktion: Höhere Tagesgeld-Zinsen nur mit Girokonto
Wer bis zum 19. Juni 2026 sein erstes privates Postbank-Girokonto zusammen mit einem Tagesgeldkonto eröffnet, sichert sich für sechs Monate einen Aktionszinssatz von 3,2 Prozent p. a. auf das Postbank-Tagesgeld. Voraussetzung ist, dass das Girokonto aktiv genutzt wird: Es müssen mindestens fünf Buchungen auf dem Girokonto in jedem vollen Kalendermonat während des Aktionszinszeitraums erfolgen. Die Konditionen im Überblick:
Zinssatz: 3,2 Prozent p. a.
Laufzeit: sechs Monate
Maximalbetrag für Aktionszins: 250.000 Euro
Zinszahlungen: vierteljährlich zum Quartalsende
Bedingung: Girokonto-Eröffnung bis spätestens 19. Juni 2026 und aktive Nutzung
Einlagensicherung: bis 100.000 über Deutschland (AAA-Bonität), zusätzlich über den freiwilligen Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken bis zu 3 Millionen Euro
Hinweis: Die Konditionen von Finanzprodukten können sich schnell ändern. Sollten sich etwa die Zinsen von den hier angegebenen unterscheiden, hat der Anbieter sie nach Veröffentlichung des Artikels angepasst.
Die Aktion gilt für die Girokontomodelle Giro pur, Giro plus, Giro extra plus, Giro start direkt. Praktisch: Wer zwar schon ein Tagesgeldkonto, aber noch kein Girokonto bei der Postbank hat, kann ebenfalls vom Aktionszins profitieren – muss aber im Rahmen dessen ein weiteres Tagesgeldkonto eröffnen.
Lohnt sich das Postbank-Tagesgeld?
Die Postbank bietet mit 3,2 Prozent p. a. zwar nicht die höchsten Zinsen unter allen aktuell verfügbaren Angeboten, bietet dafür aber eine vergleichsweise lange Zinslaufzeit von sechs Monaten. Viele andere Banken bieten hier nur drei oder vier Monate. Zudem liegt der Zinssatz über der aktuellen Inflationsrate, die das Statistische Bundesamt für Mai auf 2,9 Prozent schätzt. Nach Ende der Aktion fällt der Zinssatz auf den variablen Standardzinssatz zurück, der aktuell bei 0,75 Prozent liegt und sich jederzeit ändern kann.
Das Tagesgeld-Angebot überzeugt also. Allerdings eignet sich die Postbank-Aktion nur für diejenigen, die auch bereit sind, dort ein neues Girokonto zu eröffnen und es aktiv zu nutzen. Wer ein Postbank-Konto für das sogenannte "Zinssparen" eröffnet (ohne Girokonto), sichert sich nur 2,7 Prozent Zinsen p. a., aber immerhin für zwölf Monate.
Wo gibt es bessere Tagesgeldangebote?
Bei der Consorsbank bekommen Neukunden mit 3,4 Prozent p. a. über fünf Monate einen weit überdurchschnittlichen Zinssatz. Praktisch: Ein Girokonto müssen sie dafür nicht eröffnen.
Zinssatz: 3,4 Prozent p. a.
Laufzeit: für 3 Monate, vierteljährliche Gutschrift
Aktionszins für Einlagen bis 1 Million Euro
Einlagensicherung: über Frankreich (A+-Bonität) für bis zu 100.000 Euro und den freiwilligen Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken bis zu 3 Millionen Euro
Wichtig zu wissen: Die Consorsbank gehört zur französischen BNP Paribas, deren Einlagen bis 100.000 Euro über den Staat Frankreich (Bonität: A+) geschützt sind. Das bedeutet: Im Falle einer Bankenpleite gilt Frankreich zwar als zahlungsfähig, allerdings mit einer geringeren Garantie als Deutschland (Bonität: AAA). Zusätzlich ist die Consorsbank, ebenso wie die Postbank, Mitglied des freiwilligen Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken, der bei Privatkonten bis zu drei Millionen Euro absichern soll.
Tipp: Altes Tagesgeldkonto kündigen
Wer etwa nach Ablauf der Zinsgarantie zu einer neuen Bank weiterzieht, sollte das nicht mehr gebrauchte Tagesgeldkonto schließen. Das wird zwar nicht bei der Schufa gemeldet wie ein Girokonto und hat daher keinen Einfluss auf den Score; bei den meisten Banken gelten jedoch ehemalige Kunden nach sechs bis 24 Monaten wieder als Neukunden – und können entsprechende Sonderkonditionen einstreichen.