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Anleitung für AnfängerSilikonfugen im Bad voller Schimmel? Weg damit!

16.12.2025, 11:15 Uhr
Schimmel-auf-den-Badezimmer-Fugen
Lästig: Wenn Schimmel die Fugen erobert hat, hilft nur noch die Entfernung des Silikons. (Foto: Imago)

In der Dusche ist es oft und lange feucht – kein Wunder, dass Schimmel sich dort besonders gut ausbreitet. Vor allem die Silikonfugen sind anfällig für Schimmel. Experten zufolge sollten sie daher alle fünf bis acht Jahre entfernt und erneuert werden. Wir zeigen, wie selbst Laien das hinbekommen.

Schimmel zeigt sich zuerst durch kleine Punkte auf dem Silikon. Mit der Zeit vergrößert sich die betroffene Fläche entlang der Silikonfuge und irgendwann ist sie beim Duschen leider nicht mehr zu übersehen. Bürsten und Wischen bringt nichts? Spätestens dann ist es Zeit, sich Gedanken zu machen. Denn Schimmel sieht nicht nur eklig aus, Schimmel kann auch gesundheitsschädlich sein. Wer sich das Geld für einen Handwerker sparen will, legt selbst Hand an. Keine Sorge, das ist gar nicht so schwierig.

Silikonfugen entfernen – eine Anleitung in fünf Schritten

Schritt 1: Das alte Silikon entfernen

Weg mit dem fleckigen Silikonstreifen! Puristen gehen die Aufgabe mit einem Cuttermesser an, die Baumarkt-Industrie hat inzwischen aber auch diverse Spezialwerkzeuge zum Entfernen von Silikon entwickelt und in den Handel gebracht – zum Beispiel den "Fugenhai", mit dem das alte Silikon von oben und unten eingeschnitten wird. "Setzen Sie den Cutter an der oberen und unteren Silikonkante an und fahren Sie mit einem glatten Schnitt an der Kante entlang. Die so gelöste Silikonfuge können Sie dann in einem Stück abziehen", erklärt der Heimwerker-Blog mein-Eigenheim.de. Das funktioniert auch mit einem Fugenmesser. Aufgrund der V-förmigen Schneide gleitet das Tool fast mühelos durch die Fuge und hebt den angeschnittenen Silikonstreifen direkt an. Wer Werkzeug-Bedarf hat, kann die Messer einzeln kaufen oder zu einem Set greifen, in dem direkt auch Fugenglätter enthalten sind.

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Schritt 2: Letzte Silikonreste abtragen

Wenn nach dem Einschneiden noch Reste des Silikons an der Wand haften, folgt die Feinarbeit. Laut mein-Eigenheim.de lassen sich klebrige Reste mit einem Ceranfeldschaber von glatten Untergründen kratzen. Wer mit Hausmitteln nachhelfen möchte, kann mit einem alten Lappen Nagellackentferner auf die Silikonreste reiben, so die Baumarktkette Hornbach in einem Blog-Beitrag. Auf spezielle Silikonentferner aus dem Baumarkt sei dagegen "nur im Notfall" zurückzugreifen, denn die Mittel enthalten laut Hornbach "oft aggressive und gesundheitsgefährdende Inhaltsstoffe". Hausmittel helfen in der Regel auch gut. Einen Putzschwamm und Spülmittel hat wahrscheinlich fast jeder zuhause. Klebrige Silikonreste lassen sich durch Druck mit der harten Putzschwammseite und etwas Spüli lösen.

Schritt 3: Die neue Silikonfuge ziehen

Wenn die Fuge sauber, trocken und fettfrei ist, kann das neue Silikon aufgetragen werden. Es bietet sich an, eine Silikon-Variante für Feuchträume zu verwenden (am besten mit Langzeitschutz vor Schimmel). Zum Auftragen des Silikons ist eine Kartuschenpresse notwendig. Die Kartuschenspitze schräg anschneiden, damit sich das Silikon direkt gut in die Fuge drücken lässt. Anfänger probieren sich idealerweise erstmal an einem kurzen Teilstück aus.

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"Setzen Sie die Silikonspritze in einer Ecke an und bringen Sie das Silikon entlang der Fuge auf. Dabei sollten Sie im Zweifelsfall eher etwas zu viel als zu wenig Silikon auftragen, denn wenn Sie hinterher die Silikonfuge abziehen, lässt sich überschüssiges Silikon leicht entfernen", raten die Experten von mein-Eigenheim.de.

Schritt 4: Die Silikonfuge glätten

Fertig? Noch nicht ganz. Die neue Silikonfuge muss noch angezogen werden – und zwar mit einem Fugenglätter aus Kunststoff (günstige Sets gibt es bei Amazon & Co.). Vor dem Abziehen Fugenglätter-Spray auftragen (alternativ Seifenwasser) oder Heimwerker-Tipp: den Fugenglätter mit Babyfeuchttüchern abwischen. Das darin enthaltene Öl soll verhindern, dass Silikon am Fugenglätter haftet. Bei diesem Arbeitsschritt ist Tempo gefragt, denn zwischen Auftragen und Glätten des Silikons bleiben oft nur knapp zehn Minuten, weil das Silikon fest wird. Letzte Unebenheiten lassen sich mit dem Finger glätten. Vorher sollte der Finger aber ebenfalls mit Seifenwasser benetzt werden, sonst drohen Klebe-Pannen.

Schritt 5: Abwarten

Wenn die schöne neue Silikonfuge ordnungsgemäß aufgebracht wurde, ist der Bereich im Bad erstmal gesperrt. 24 Stunden Wartezeit sind sinnvoll, danach darf wieder Wasser über die Fugen fließen. Im besten Fall ist der nächste Fugentausch dann in fünf bis acht Jahren notwendig.

Quelle: ntv.de