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Kostenfallen vermeidenSmartphone im Urlaub nutzen: So klappt es mit dem Roaming

10.07.2026, 13:31 Uhr
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Wer beim Roaming ein paar Punkte beachtet, nutzt sein Smartphone auch im Urlaub sorglos. (Foto: IMAGO / Imagebroker)

Auch im Urlaub wollen viele Menschen nicht aufs Smartphone verzichten – dank Roaming kein Problem. Damit die Nutzung im Ausland nicht zur Kostenfalle wird, gilt es jedoch einiges zu beachten.

Endlich Strand, Sonne, Meer und viel Zeit zum Abschalten – der wohlverdiente Erholungsurlaub. Ein Smartphone hat hier eigentlich keinen Platz, ist für die meisten Menschen aber auch auf Reisen nicht mehr wegzudenken. Das Problem: Je nach Reiseziel und Provider gelten unterschiedliche Bedingungen für das Roaming, also die Nutzung des heimischen Mobilfunktarifs im Ausland. Internet, Telefonate und SMS können mit saftigen Gebühren zu Buche schlagen. Wie gelingt Roaming ohne Unkosten?

Basis fürs Roaming: Smartphone und deutscher Tarif

Die Grundvoraussetzung für das mobile Surfen im Ausland via Roaming ist naheliegenderweise ein Smartphone samt Tarif bei einem deutschen Anbieter. Dabei sollte es sich idealerweise um ein modernes Gerät mit Unterstützung für alle gängigen Funkstandards sowie einen Tarif mit genügend Datenvolumen handeln. Beides zusammen gibt es oft in günstigen Bundles. o2 etwa offeriert das iPhone 17 Pro Max im Verbund mit dem Tarif o2 Mobile on Demand M Plus zum Einmalpreis von einem Euro.

  • 50 GB 5G-Datenvolumen mit bis zu 300 Mbit/s

  • Beliebig oft kostenlos 1 GB per SMS nachbuchen

  • Jedes Jahr 5 GB dazu

  • Vertragslaufzeit: 36 Monate

  • Anschlusspreis: 39,99 Euro

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Hinweis: Die Preise sind volatil und die Händler passen bisweilen auch die unverbindliche Preisempfehlung (UVP) an. Sollten sich die Preise von den hier angegebenen unterscheiden, haben die Händler sie nach Veröffentlichung des Artikels geändert.

So funkt das Smartphone auch im Ausland

Bei vielen Smartphones ist das Daten-Roaming im Auslieferungszustand deaktiviert, um böse Überraschungen durch ungewolltes Verbinden mit ausländischen Netzen zu vermeiden. Wer sein Handy im Urlaub mit seiner deutschen SIM-Karte nutzen will, sollte daher zunächst in den Einstellungen nachschauen, ob der Haken fürs Daten-Roaming gesetzt ist. Der entsprechende Menüpunkt findet sich je nach Smartphone und Betriebssystem an unterschiedlichen Stellen, verbirgt sich aber meist in den Mobilfunk-Einstellungen.

Unter Android führt der Weg zur entsprechenden Option über den Menüpunkt "Verbindungen". Dort folgt ein Klick auf "Mobile Netzwerke", woraufhin ein Schieberegler für das Daten-Roaming auftaucht. Ist der aktiviert, steht dem Surf-Vergnügen im Ausland zumindest technisch nichts mehr im Weg. iPhone-User tippen in den Einstellungen auf den Menüpunkt "Mobilfunk" und wählen dann die "Datenoptionen" an, um den entsprechenden Schalter zu erreichen.

Manche Tarife nur bedingt für Roaming geeignet

Ist das Smartphone am Start und korrekt eingerichtet, aber ein passender Tarif fehlt noch, kann es sich bei einem bereits geplanten Urlaub lohnen, auf die Roaming-Bedingungen und Tarif-Optionen des Anbieters zu achten. Klarmobil etwa hat gegenwärtig eine Allnet-Flat im Telekom-Netz mit 100 Gigabyte Datenvolumen für 14,99 Euro pro Monat im Programm. Je nach Reiseland kann das eine hervorragende Option oder auch ein Griff ins Klo sein.

  • Telefon- und SMS-Flatrate

  • 100 GB im Telekom-Netz mit bis zu 50 Mbit/s

  • Vertragslaufzeit: 24 Monate

  • Kein Anschlusspreis

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Sorglos surfen und telefonieren: Roaming in der EU

Wer seinen Urlaub innerhalb der Europäischen Union verbringt, kann den stark ausgestatteten Tarif voll ausreizen und Sorgen vor eventuellen Zusatzkosten durch Roaming pauschal abhaken. Tatsächlich spielen Vertrag und Anbieter in diesem Fall keine Rolle. Der Grund: Bereits 2017 hat die EU gesetzlich verankert, dass sich Mobilfunkverträge innerhalb des Staatenverbunds ohne Mehrkosten nutzen lassen müssen. Das heißt: Im EU-Ausland gelten exakt dieselben Vertragsbedingungen wie zu Hause. Weder für das Telefonieren noch für SMS oder die Internetnutzung fallen zusätzliche Gebühren an. Dennoch ist Vorsicht geboten.

Roaming in der Schweiz, der Türkei und Großbritannien

Nicht jedes europäische Land gehört zur EU. Ein Umstand, der vielen Urlaubern bei der Planung durchrutscht und teuer werden kann. Während in Norwegen, Liechtenstein und Island ebenfalls die EU-Regelung greift, gilt das für Großbritannien nach aktuellem Stand nur noch bis Ende 2026. Beliebte Reiseländer wie die Türkei oder die Schweiz wiederum fallen gar nicht unter dieses Gesetz. Welche Kosten hier entstehen, hängt vom jeweiligen Mobilfunkanbieter ab und kann enorm schwanken.

Netzbetreiber o2 etwa ruft bei Internet-Nutzung außerhalb der EU je nach Land bis zu 1,49 Euro pro Megabyte auf, deckelt die Kosten aber immerhin bei 59,50 Euro. Bei anderen Anbietern können die Gebühren noch deutlich höher ausfallen. Klarmobil etwa verlangt bis zu 16,18 Euro pro Megabyte. Und während o2, ähnlich wie die Telekom oder Vodafone, für die sorglose Smartphone-Nutzung außerhalb der EU optional hinzubuchbare Tarif-Erweiterungen anbietet, ist das bei Klarmobil und vielen anderen Tarif-Discountern nicht oder nur sehr eingeschränkt der Fall.

Smartphone weltweit sorglos nutzen

Zur Bestimmung der Roaming-Preise teilen die meisten Provider die Welt in Zonen ein. Bei o2 etwa umfassen die Weltzonen drei und vier sämtliche Länder, in denen es standardmäßig keinerlei Roaming-Vorteile gibt. Für 14,99 Euro Aufpreis monatlich bietet das Unternehmen das Tarif-Add-on Roaming Plus World an. Das beinhaltet aktuell vier statt zwei Gigabyte zusätzliches Datenvolumen im Monat, das sich exklusiv in rund 100 Ländern der besagten Weltzonen verbrauchen lässt. Dazu gehören viele asiatische Reiseziele wie Thailand, China und Vietnam, aber auch die USA, Costa Rica und diverse lateinamerikanische Länder. Eine vollständige Übersicht bietet o2 auf seiner Website.

Die Option wird über das o2-Kundenportal oder die Mein-o2-App gebucht und läuft standardmäßig einen Monat. Eine automatische Verlängerung erfolgt nicht. Wer den Service darüber hinaus benötigt, kann ihn einfach per SMS mit dem Betreff "WELT" an die Nummer 80112 zum Preis von 14,99 Euro erneuern. Das gilt auch, wenn das Datenvolumen aufgebraucht ist, denn dann wird der Draht ins Netz automatisch gekappt. Wichtig: Der Roaming-Tarif deckt nur die Internet-Nutzung ab. Telefonate und SMS kosten weiterhin zusätzliche Gebühren. Das gilt auch für eingehende Anrufe. Soll ohne Aufpreis telefoniert oder gechattet werden, sollte der Austausch über einen Online-Dienst wie WhatsApp, Signal oder FaceTime stattfinden.

Spezialfall: Roaming in der Schweiz

Wer Urlaub in der Schweiz macht oder regelmäßig in das Nachbarland pendelt, hat oft gesonderte Optionen. Bei der Telekom etwa ist das Roaming dort standardmäßig inkludiert. Bei o2 gibt es spezielle Roaming-Optionen für die Schweiz. Für 2,99 Euro lässt sich etwa das Roaming Plus-Tagespaket buchen. Das stellt für 24 Stunden 300 Megabyte zum Verbrauch in Schweizer Mobilfunknetzen zur Verfügung. Für 9,99 Euro ist das Roaming Plus 1 Monat-Paket erhältlich. Das beinhaltet für einen ganzen Monat drei Gigabyte Datenvolumen sowie 500 Freiminuten für Telefonate und SMS. Diese Variante gibt es auch als Daueroption. Wer sich für 24 Monate daran bindet, zahlt nur 4,99 Euro im Monat.

Viele Provider und Netzbetreiber bieten ähnliche Roaming-Tarife an, wobei Leistungsumfang und Preise stark variieren können. Da das Thema gerade bei kleineren Anbietern nicht so eindeutig und klar geregelt ist wie etwa bei o2, sollte vor Reiseantritt stets eine genaue Prüfung der Vertragskonditionen und Tarifoptionen erfolgen. Kommen die zur Verfügung stehenden Tariferweiterungen aus Kostengründen nicht infrage, muss das Smartphone aber auch bei Reisen außerhalb des EU-Gebiets nicht zwingend zu Hause bleiben. Das Daten-Roaming sollte in diesen Fällen jedoch dringend deaktiviert werden, damit sich das Handy nicht ungewollt ins ausländische Netz einklinkt.

Alternativen zum Roaming

Wer auch ohne Roaming-Tarif gelegentlich E-Mails checken, Urlaubsgrüße versenden oder auf Social Media posten will, kann auf mehrere Alternativen zurückgreifen. Die sind zwar weniger komfortabel, in der Regel aber sehr erschwinglich oder sogar kostenlos. Die einfachste und für gewöhnlich günstigste Möglichkeit ist die Einwahl in einen WLAN-Hotspot. In den meisten Ländern bieten Flughäfen, größere Hotels und Cafés ihren Gästen einen kostenlosen Zugang zum Netz an. Zwar ist der oft nicht gut gegen Missbrauch geschützt, sodass die Erledigung sensibler Angelegenheiten wie etwa Onlinebanking eher nicht darüber erfolgen sollte, für einfache Alltagsanwendungen reichen solche Hotspots aber vollkommen aus.

Reise-eSIM von Freenet

Eine clevere und flexible Lösung für die Datennutzung im Ausland bietet der Provider Freenet mit der sogenannten Travel eSIM an. Die virtuelle SIM-Karte lässt sich in wenigen Schritten kostenlos als Zweitkarte auf das Smartphone laden und bietet die Option, unterschiedliche Datenpakete für über 190 Länder zu buchen. Eine einmonatige 20-Gigabyte-Option für die USA kostet etwa 29,99 Euro, zehn Gigabyte für die Türkei gibt es schon für 16,99 Euro, und für die Schweiz ist ein Wochenpaket mit einem Gigabyte für 2,99 Euro erhältlich. Einzige Voraussetzung: Das eigene Smartphone muss eSIM-kompatibel sein.

  • Kostenlose eSIM

  • Datenpakete für über 190 Länder schnell buchbar

  • Mit jedem bestehenden Vertrag kombinierbar

  • Keine automatischen Verlängerungen

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Lokale SIM-Karte erwerben

Eine weitere Möglichkeit ist der Erwerb einer lokalen SIM-Karte. Vor allem in asiatischen Ländern gibt es die oft an jeder Ecke zu sehr günstigen Preisen. Für gewöhnlich sind diese Karten mit einem Prepaid-Guthaben aufgeladen, das sich einfach verbrauchen lässt. Die Nachteile: Die SIM-Karte muss in das Smartphone eingesetzt werden, was jedoch viele Händler vor Ort für ihre Kunden übernehmen. Und: Das Smartphone bekommt für die Zeit der Nutzung eine neue Telefonnummer. Das kann gerade bei rufnummerngebundenen Chat-Diensten wie WhatsApp zu Verwirrung und Problemen führen. Wirklich lohnen tut sich der SIM-Kartentausch daher nur bei mehrwöchigen Aufenthalten. Die bequemste und sicherste Variante ist und bleibt in den meisten Fällen jedoch das Roaming über den heimischen Anbieter.

Quelle: ntv.de